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Dennis Klostermann Dennis Klostermann

Dennis Klostermann

Typen im Keller


Kreativ sein kann man auf ganz unterschiedliche Art. Es gibt Künstler, die unter Druck am besten arbeiten können, mit festen Arbeitszeiten, Disziplin und einem genauen Plan.

Dennis Klostermann braucht keinen Plan und ist nur dann produktiv, wenn "alles fließt". Für den Weimarer Künstler ist Zeichnen Entspannung, nur dann ist er offen und empfänglich für seine Figuren: "Die drücken mir ihren Willen auf, nicht umgekehrt. Und manchmal erzählen sie mir auch eine Geschichte."
Dennis Klostermann ist neugierig auf Menschen, bringt mit seinen Zeichnungen oft das typische Charaktermerkmal eines Mitbürgers auf den Punkt. "Typen wie du" sind folgerichtig das Thema seiner Ausstellung, die vom 24. Februar bis zum 29. März im Weimarer C-Keller zu sehen sein wird. Er möchte mit seinen Figuren Stimmungen vermitteln, einen Denkanstoß geben, die Leute dazu einladen, die Geschichte der Abgebildeten selbst zu erfahren und so die Fantasie anregen. "Ein Gesicht ist wie eine Landschaft, die sich bewegt."
Inspiriert wird er vom Leben, seine Bilder entstehen im "Resi", er verbringt gern Zeit in der Planbar, trifft Freunde und mag die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Wann seine Begeisterung für Kunst angefangen hat, weiß Dennis Klostermann nicht mehr genau: "Es gab keinen bestimmten Zeitpunkt, das war schon immer mein Ding."
Als Kind malte er Cowboys und Soldaten, dachte sich aber immer Themen aus, wollte Geschichten erzählen. "Bei mir geht es um Inspiration, ich reagiere auf das, was vor mir ist." Inspiration zieht er auch aus alten Horrorfilmen und Comics. Denn da geht es ebenfalls darum, sich auf eine Geschichte einzulassen.
Obwohl Dennis Klostermann erst mal andere berufliche Wege ging, war ihm irgendwann klar, dass er nicht eines Tages bereuen wollte, es nicht versucht zu haben. Beim Design-Studium in Halle, auf der Burg Giebichenstein, traf er auf Gleichgesinnte: "Die Typen, die in der Schule immer die Hefter vollgekritzelt haben." Er hat viel gelernt und die Zeit in guter Erinnerung: "Dort kann man fünf Jahre Kunst machen. Jeder konnte dort was, und der Austausch war enorm fruchtbar."
Vieles, was er damals gelernt hat, gibt er nun weiter: Bei Kursen für Porträtzeichnen in der Volkshochschule Weimar oder als Kurator der Sommergalerie Weimar. "Man begreift vieles erst, wenn man es selbst macht."


Internet:

www.c-keller.de  •   www.dimensionsbrecher2000.de


Wort: Ulrike Melzer / Bild: D.K.

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