| Kudernatschs Kolumne |
Die
Rettung der Wälder
Kudernatsch wird zum Global Player. Er hat ein Problem der Menschheit für
immer gelöst.
Fortan gibt es Papier, ohne dass jemals noch Bäume gefällt werden müssen. Für
diese Lösung sollten sich alle bei ihm bedanken! Aber lest und staunt selbst:
Im Urlaub in Thailand habe ich erfahren, dass dort aus Elefantenkacke Papier
hergestellt wird. Das wird anschließend von den Spendern mit Pinsel im Rüssel
bunt bemalt. Wenn das nicht eine tolle Idee für die Neue Leipziger Schule ist,
dachte ich mir sofort und vergaß es schnell wieder.
Denn das Wissen um die Wiederverwertung beruhigt nicht besonders, wenn der
Urlauber gerade im Fluss badet und so eine Kanonenkugel Elefantenmist auf ihn
zutreibt. Da kommt er vielleicht schön braun aus dem Urlaub wieder. Aber beim
Schwimmen von einer Papierkugel gerammt zu werden, wäre doch angenehmer gewesen.
Nach dieser Wasserbombe folgt die bombastische Erkenntnis: Man muss größer
denken, globaler! Denn durch Papierherstellung aus Kot könnten Bäume gerettet
werden! Wenn es bei Elefanten möglich ist, rückwärtige Ausscheidungen zu
sammeln, zu trocknen und Papier daraus herzustellen - warum sollte das nicht
auch uns Menschen gelingen? Wir sind schließlich viel höher entwickelt, und wir
sind viele. Also mehr als Elefanten, denke ich. Bitte mal durchzählen! Bis dahin
können wir ja schon mal beginnen: Drücken und trocknen! Gerade in dieser Zeit,
in der wieder so viel Geschenkpapier benötigt wird, werden ganze Wälder auf
Bettpfannen gerettet, wenn alle mitmachen! Es lebe der nachwachsende Rohstoff:
Oben rein, unten raus, trocknen, benutzen und dann wieder an papierfressende
Erstklässler verfüttern. Was für ein Kreislauf!
Aber Stop! Tut mir leid für alle, die schon fertig sind. Denn eins müssen wir
beachten: Elefanten sind reine Pflanzenfresser. Dadurch nehmen sie unglaublich
viel Zellulose auf - woraus wiederum das Papier entsteht. Rohkost macht den
Unterschied!
Dadurch fallen leider alle Wurst- und Fleischesser aus, wenn es um die Rettung
der Bäume geht. Die machen eben nur Scheiße. Sorry!
Hoffnung ruht allein auf jenen, die sich vegetarisch ernähren. Macht wenigstens
Ihr weiter! Auch ohne uns. Setzt Haufen - und damit ein Zeichen! Trocknet alles,
was Euch hinten rausfällt! Das Ergebnis bitte nicht rauchen, sondern den
Rohstoff in die Papiertonnen werfen. So könnte es beginnen - dank jenen, die auf
fleischliche Kost verzichten und sich zur Rettung der Bäume in
Wohngemeinschaften zusammenfinden. Vegetarier aller Länder, vereinigt Euch!
Kudernatsch-Live-Termin:
17.11. Jena, Café Wagner
www.kudi.de
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| Wort: Kudernatsch / Bild: Inka Perl |
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