| Katrin Troendle und Bert Callenbach |
Auf Rosenhochzeit folgt Rosenkrieg
Katrin Troendle und Bert Callenbach lassen sich scheiden. Auf der Bühne. Nicht
ohne dabei Tipps zu geben, Lieder zu singen und gute (!) Stimmung zu verbreiten.
Auf das Programm "Rosenhochzeit" im Krystallpalast-Varieté folgt der Rosenkrieg
im Frosch-Café. Offiziell führt letzterer den Titel "Scheidungsrevue: Der
Nächste bitte!" Darauf gekommen sind die Leipziger Unterhaltungsurgesteine
während der drei Monate währenden "Rosenhochzeit".
"Zu der Zeit haben wir von einer Scheidungsmesse in Wien gehört und fanden das
absurd", erzählt Katrin Troendle. Dann aber wurde beiden klar, dass der
Scheidungsmarkt ein ähnlich großer wie der für Hochzeiten sein müsse, nur eben
mit spiegelverkehrten Angeboten.
"Trennung ist einfach ein interessantes Thema, es hat etwas von Neuanfang", so
die Sachsendiva. Und Bert Callenbach ergänzt: "Wenn man drei Monate lang Abend
für Abend auf einer Torte steht, kommt man auf solche Gedanken."
Jedenfalls gehen sie nun auseinander, denn "wir sind als Paar völlig out". In
Teil 1 der Scheidungsrevue kommt der Gedanke an Trennung auf, und nach der Pause
wird er vollzogen. "Der zweite Teil ist quasi das Eröffnungsprogramm einer
imaginären Scheidungsmesse", verrät Bert Callenbach; in dem würden Personen
präsentiert, die auf solch einer Messe zugegen wären. Für die beiden Entertainer
und Bühnenbegleiterin Conny Rösler eine wunderbare Gelegenheit, ihre
Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen.
Hier werden Musical, Chanson-Abend und Revue miteinander verbunden, kommen
Patchwork-Kinder zu Wort und hilft das IHF, das Institut für hoffnungslose
Fälle. "Kommt", wird dessen Mitarbeiter sagen, "es geht doch noch zwanzig Jahre.
Es ging doch auch die letzten zwanzig ..."
Katrin Troendle und Bert Callenbach sind wahrhaftig zwanzig Jahre zusammen. Auf
der Bühne. An Berts 20. Geburtstag haben sie sich kennengelernt. Eine gemeinsame
Freundin engagierte zur Feier des Tages die damals schon aktive Troendle,
Callenbach moderierte die Party im Lindenauer "Haus der Volkskunst". |
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Die Connewitzerin und der Schönefelder fanden sich zunächst gegenseitig arrogant,
ihr spontanes Zusammenspiel aber kam an. "Der Erfolg hat uns
zusammengeschweißt", grinst Bert Callenbach, der schon für den Bruder der
Sachsendiva gehalten wurde. Die wiederum gibt ein Faible für Zauberei zu,
weshalb in der neuen Revue auch Magisches gezeigt werde. Dazu erklingen unter
anderem Lieder von Thomas Pigor und Sebastian Krämer ("Meine erste Putzfrau").
Tja, und ob Troendle und Callenbach, die heute übrigens beide im
Waldstraßenviertel wohnen, vielleicht doch zusammenbleiben, wird das Programm
zeigen.
www.frosch-cafe.de
Termine:
3., 6.-11., 17.-20. April Frosch-Café
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| Wort: ELC / Bild: Stefan Hoyer, ELC |
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