Grosse Namen kündigen sich an

Konzert-Highlights


03.03. • Leipzig • Arena
Earth, Wind & Fire

Eine der großen Bands der 70er. Eine Art Soul-Pop-Big-Band, die mit großen Earth, Wind & FireBesetzungen, in ausgefallenen Kostümen und exakt einstudierten Choreografien für unvergessliche Konzererlebnis sorgte. Ihre Zeit war die Ära der aufkommenden Discos, sie hatten die beiden grammygeehrten Alben "All'n'All" und "I Am" sowie die Top-Hits "Can't Let Go", "Got To Get You Into My Live", "After The Love Has Gone", "Fantasy", "September", "Wait", "In The Stone", "Boogie Wonderland", "Star" und "You and I". In den vergangenen beiden Jahrzehnten ließen sie es ein wenig ruhiger angehen. Aber die Luft ist nicht raus. Ein Konzert mit Earth, Wind & Fire führt zurück in die großen Zeiten von Glitzerkugel und Schlaghose, in die Zeit des Saturday-Night-Fevers, als in den Discos nach richtig gutem Pop mit Feeling getanzt wurde ...


25.05. • Leipzig • Zentralstadion
Bon Jovi

Sie haben mal als Heavy-Metal-Kapelle angefangen. Die Band um Namensgeber Jonathan Francis Bongiovi spaltete Mitte Bon Jovider 80er die Gemeinde in die True Metaller und jene, die gern mal eine Fönwelle trugen und Metal hörten, der auch Frauen gefiel. Und Bon Jovi gefiel den Frauen. "You Give Love A Bad Name" und "Livin' On A Prayer" vom Topselleralbum "Slippery When Wet" waren die Beweise dafür, dass man mit Metal auch Nummer-Eins-Hits landen konnte. Der harte Kern der Metal-Gemeinde lehnte das ab, die Masse liebte es. Inzwischen sind Bon Jovi ein Aushängeschild des Mainstream-Rock, in den Staaten sagt man AOR dazu, Adult Orientated Rock. Das ist mehrheits- und alters-klassenkompatibel, das rockt, aber nicht so schlimm, das geht ins Ohr und tut nicht weh. Die meisten Hits der Band seit Ende der 80er sind ohnehin Balladen. Rock 'n Roll für die ganze Familie, sogar der damalige Kanzler Schröder wurde schon auf einem Konzert gesichtet. Mit Bon Jovi kann man nichts falsch machen.


21.06. • Gräfenhainichen • Ferropolis
04./05.07. • Dresden • Elbufer
15-17.08. • Erfurt • Highfield-Festival
Die Ärzte

Keiner hat wirklich 'ne Ahnung wie's die Ärzte geschafft haben. Am Anfang machten sie sich einen Namen bei der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdung. Dann jedoch haben sie's, besonders nach ihrer Wiedergründung nach der Auflösung 1989/1993, zur absolut massenkompatiblen Konsenspunkband gebracht.
Ärzte Ärzte Ärzte
Sie sind witzig, nett und ehrlich. Sie sind politisch korrekt, aber nicht penetrant. Aber, mal ehrlich, in irgendeiner Weise wirklich herausragend sind sie nicht. Vielleicht ist gerade das der Grund, dass fast alle sie mögen und der kleine Rest zumindest nichts gegen sie hat. Die Ärzte sind eben die Ärzte sind eben die Ärzte. Und Männer sind Schweine. Wichtig an dieser Stelle auf jeden Fall zu erwähnen, dass sich die Ärzte seit vielen Jahren ihr komplettes Artwork vom Leipziger Comic-Artisten Schwarwel basteln lassen.


23.06. • Dresden • Junge Garde
Avril Lavigne

Diese junge Lady aus Kanada ist eines der (leider viel zu wenigen) Beispiele dafür, dass Avril Lavignees im Pop-Biz gelegentlich doch Gerechtigkeit gibt und sich, zumindest gelegentlich, Klasse auch durchsetzt. Aufgewachsen in einer Kleinstadt, hat Avril von früh auf an ihr Talent geglaubt und sich mit eisernem Willen durchgesetzt. Mit 14 brachte sie sich Gitarre bei, mit 16 hatte sie ihren ersten Plattenvertrag. Dafür brach sie die Schule ab und zog nach New York. Den Vertrag kündigte sie selbstbewusst wieder - die Lady war gerade 17 - und verlegte Wohn- und Arbeitsort auf die andere Seite der Staaten, nach Los Angeles. Schon mit dem ersten Album "Let Go" (Avril war jetzt volljährig) kam der Durchbruch: Viermal Platin. Angesichts der grauenhaften Retortenbabies Marke Shitney Bears ist es ungeheuer wohltuend, diese Frau zu hören, die ihre Songs noch selber schreibt und von dem singt, was in ihr vorgeht. Nebenbei agiert sie gelegentlich als passable Schauspielerin. Man wird noch viel hören von Avril Lavigne!


28.06. • Leipzig • Zentralstadion
The Police

Das Comeback des Jahres. Es ging ein aufgeregtes Raunen durch die erfahrene Rockwelt, als The PoliceSteve Copeland, Gordon Summer und Sting verkündeten, noch einmal gemeinsam auf Tournee zu gehen. Ende der 70er, mitten in der Punk- und New-Wave-Bewegung, wurden Police gegründet und schnell ganz nach oben gespült. Sie bildeten die ideelle Mitte zwischen Punk und neuem Pop. Sie machten ausgefallene Songs mit heftiger Schräglage und trotzdem unschlagbar eingängigen Melodien, jeder konnte irgendwie etwas anfangen mit ihnen, dabei waren sie kein bisschen beliebig. 1978 erschien die geniale Single "Roxanne", die damals aber noch nicht zur Kenntnis genommen wurde. Mit "Can't Stand Losing You" stürmten sie im Folgejahr erstmals die UK-Charts, ein weiteres Jahr später standen sie mit dem Überhit "Message In The Bottle" zum ersten Mal an der Spitze der britischen Hitparade. Jetzt, zwei Jahrzehnte nach ihrer Trennung, gehen die älteren Herrschaften noch mal auf Tour. Nur so zum Spaß. Zu ihrem und unserem!


03.07. • Leipzig • Völkerschlachtdenkmal
Elton John

Der Popstar schlechthin. 1947 geboren, spielte Elton, der eigentlich Reginald Kenneth Dwight heißt, schon mit 14 in einer Band. Elton JohnMit 18 war er Musikprofi, er hat nie etwas anderes gelernt. Mit 21 veröffentlichte er seine erste eigene Single, zwei Jahre später, 1970, hatte er mit "Your Song" seinen ersten Top-Ten-Hit. Und zwar, was damals überaus selten war, sowohl in seinem Heimatland England als auch in der USA. Seitdem produziert Elton John mit erstaunlicher Zuverlässigkeit Hit um Hit, er ist längst auf der überirdischen Ebene von Elvis Presley oder Paul McCartney angekommen. Sein Soundtrack zum Disney-Film "König der Löwen" (1995) gehört zu den erfolgreichsten aller Zeiten. Als 1997 seine Freundin Diana Spencer, bekannt als Lady Di, starb, toppte Elton John endgültig alle Superlative: Er dichtete seinen Hit "Candle In The Wind" aus den 70ern, der damals Marilyn Monroe gewidmet war, in "Goodbye Englands Rose" um - und landete die bestverkaufte Single aller Zeiten.


04.07. • Leipzig • Völkerschlachtdenkmal
Santana

Carlos Santana spielte schon als Kind Gitarre in den Vergnügungsvierteln der Santanamexikanischen Grenzstadt Tijuana. 1960, da war er 13 Jahre alt, zog die Familie nach San Francisco. Mit 19 war er dort eine Lokalgröße, die Santana Blues Band rockte die einschlägigen Schuppen und machte vor allem ihren Leader und Gitarristen schnell bekannt. 1969 wurde er gefragt, ob er vielleicht Lust hätte, bei einem großen Open Air mitzumachen. Gage gäbe es zwar keine, aber die Chance, bekannt zu werden. Carlos Santana nutzte sie. Sein Auftritt in Woodstock verschaffte ihm Popularität, dieses Festival war der eigentliche Durchbruch. Im Jahr darauf konnte er seinen ersten großen Hit "Black Magic Woman" landen. Die LP "Abraxas" aus diesem Jahr ist bis heute seine erfolgreichste. Santana schob Hits wie "Oye Como Va" oder "Samba Pa Ti" nach, bis heute - und ohnehin nach seinem großen Comeback vor einigen Jahren - gilt er als der Meister des Latin Rock. Zeitlose, unsterbliche Musik.


12.08. • Weimar • Stadtschloss
22.08. • Leipzig • Völkerschlachtdenkmal
23.08. • Klingenthal • Vogtland-Arena
Chris de Burgh

Lady In Red" war der größte Hit des Christopher John Davison. Chris de BurghDoch beileibe nicht der erste, de Burgh ist kein Shooting Star gewesen, keine Zufallsentdeckung. Seit Jahren trat er regelmäßig im Hotel der Eltern, einem alten schottischen Schloss, auf, schon sein erstes Album "Far Beyond These Castle Walls" (1975) enthielt jede Menge Songs, die das Zeug zum Hit gehabt hätten. Der Durchbruch erfolgte zu Beginn der 80er. Mit "Don't Pay The Fairyman" und "High On Emotion" wurde Chris de Burgh vor allem in Deutschland sehr populär. Und 1986, er war zu diesem Zeitpunkt bereits 38 Jahre alt, kam mit der satten Schmonzette "Lady In Red" der ganz große Hit. Seitdem kennt ihn jeder, er hat bis heute 45 Millionen Alben verkauft. De Burgh ist keiner, der polarisiert. Ein gestandener Mann, ein Musiker, der keine großen Attitüden braucht. Seine gefühlvollen Lieder berühren die Menschen über Generationen hinweg, sind Schlager auf sehr hohem Niveau. Besonders spannend dürfte es in Leipzig und Klingenthal werden, wenn der Meister mit Band und Orchester auftritt.


12.11. • Zwickau • Stadthalle
13.11. • Chemnitz • Arena
14.11. • Dresden • Messehalle
09.12. • Leipzig • Arena
Rosenstolz

Anna und Peter sind jetzt über 15 Jahre erfolgreich und ihr Konzept nutzt sich nicht ab. Niemand Rosenstolzanderes in diesem Lande schafft es, so eindringlich von Herz und Schmerz, Liebe und Leid, von den ganz großen Gefühlen zu singen, ohne ins Kitschige abzudriften. Die stolzen Rosen sind Botschafter der Toleranz, egal, ob in politischer, gesellschaftlicher oder sexueller Hinsicht (das hängt ja ohnehin alles zusammen). Zum diesjährigen Weihnachtsfest warten Rosenstolz mit einer erweiterten Neuauflage ihres "Soubretten"-Albums, des längst legendären Erstlings, auf. Doch ein neues Album ist bereits in der Fertigung. Dazu wird es natürlich auch eine Tour geben. Und da beim Unternehmen Rosenstolz inzwischen sehr langfristig geplant wird, stehen die Termine für den Herbst 2008 bereits fest, auch Tickets können schon gekauft werden. Ein tolles Geschenk, Rosenstolz-Fans sind die schönsten!
 
Wort: FW / Bild: P.D.