| Monde Production |
Objektiv unmöglich, subjektiv filmreif
Filme machen kann heutzutage jeder. Die kleinen Streifen, mit
Digitalkamera oder Handy aufgenommen, landen dann häufig auf der heimischen
Festplatte, bestenfalls noch bei youtube oder fallen, meist zu Recht, nach
kurzer Zeit dem Vergessen anheim. Ob "Break Out" dereinst mal zu den Klassikern
der Kinokunst zählen wird, muss die Zeit zeigen. Die Entstehungsgeschichte des
Films jedoch ist schon außergewöhnlich.
Eine kleine Gruppe Dresdner Schüler schließt sich zusammen, um an einem
Filmwettbewerb teilzunehmen. Ihre einzige Kamera und etwas zusätzliche Technik
stellt den Jugendlichen zwischen 15 und 18 das Unternehmen Cyberport zur
Verfügung. Vom Kulturbüro Dresden kommen im Rahmen des Projektes Domino 300
Euro. Das und ihr jugendlicher Enthusiasmus sind alles, was die angehenden
Kinomacher haben. Und eine große Hoffnung: Das ZDF bekundet Interesse an "Break
Out".
"Ich habe da einfach bei der zuständigen Dame für Öffentlichkeitsarbeit
nachgefragt und jetzt will der Sender den Film haben", erklärt Sebastian Blech,
Inhaber der frischgegründeten Produktionsfirma. Zu der gehören noch Sebastians
Kompagnon Tobias Sydow und einige Freunde. "Wir haben richtig fähige Leute für
Ton, Kamera etc. Das ist ein bisschen wie bei 'Oceans Eleven'", so Tobias.
Fast ein Jahr hat es gedauert, nun ist das Erstlingswerk von Monde Production
fast fertig. Ort und Zeitpunkt für die Premiere sind bereits festgesetzt. Für
Sebastian, Tobias & Co. jedoch kein Grund, sich auszuruhen. Derzeit laufen die
Vorbereitungen für ihren zweiten Streich. Das Drehbuch für "Flashback" steht, in
Kürze werden die Schauspieler an drei Gymnasien gecastet. Die Termine der
Veranstaltungen finden sich auf der Website der kleinen Produktionsfirma.
Über "Break Out": "Kevin, ein sozial gestrandeter Jugendlicher einer Großstadt
kommt mit seinem Leben nicht klar. Schule, Eltern und auch das System und die
Hierarchie in der BRD treiben ihn zu einer Entscheidung: Er haut ab, zu seiner
Anarchisten-Gang, mit der er einige Einbrüche durchführt und plant. Dabei zielt
er bedacht nur auf Reiche und ihm unsympathische Menschen und hilft mit den
Erbeutungen anderen Armen und seiner Gang. Doch in einem funktionierenden
Rechtsstaat wird derartiges Verhalten schnell geahndet." (MP)
www.monde-production.de
Filmpremiere:
02.02. Programmkino Ost
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| Wort: Ullrich Bemmann / Bild: Tobias Kade |
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