| Stürmer Marco Kanow |
Wild
Boys wollen aufsteigen
"Unsere Chancen, den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen, stehen diese
Saison wirklich sehr gut", erklärt Marco Kanow. Der 25jährige steht mitsamt
seiner Mannschaft, den Chemnitzer Wild Boys, am Anfang einer neuen Spielzeit,
die am 4. November mit einem klaren 13:0 gegen die Dresden Devils begann.
Genau wie Marco Kanow ist auch Ulf Uhlmann, Abteilungsleiter Eishockey,
optimistisch, dass der Aufstieg diesmal gelingen wird. "Unser vorrangiges Ziel
ist es aber trotzdem weiterhin, eine Eishockey-Tradition hier in Chemnitz und
von unten heraus den Nachwuchs aufzubauen", so Uhlmann. Mit der Neugründung des
Vereins im Jahr 2004 sollte der kalte Sport in der Region attraktiver gemacht
werden, man hofft auf eine stabile Entwicklung.
Die Förderung des Nachwuchses ist dabei aus nachvollziehbaren Gründen wichtig.
Loslegen mit dem Eishockey kann man bereits im Alter von vier Jahren. Und fast
so jung startete Marco Kanow seine Karriere. "Mein Bruder hat damals schon
Eishockey gespielt, und so habe ich mit fünf Jahren auch mit dem Training
angefangen", erinnert er sich. "Für mich ist Eishockey der beste Sport. Denn
hier muss man viele verschiedene Sachen auf einmal beherrschen: Sehr gutes
Eislaufen ist die Grundbedingung. Dann sollte man immer den Kopf oben behalten
und die Übersicht haben, denn sonst kann man sich schon verletzen. Und man muss
versuchen, mit dem Schläger das Spiel unter Kontrolle zu halten. All diese
Komponenten machen Eishockey für mich so interessant."
Gestartet ist Marco Kanow als gebürtiger Berliner bei den Berliner Eisbären.
Wegen der Aufnahme eines Studiums in Freiberg wechselte er 2005 für ein Jahr zu
den Dresdner Eislöwen. Seit Anfang 2006 ist er nun bei den Wild Boys in
Chemnitz, da ihn sein Studienwechsel hin zur Politikwissenschaft hierher
verschlug.
Zusammen mit dem Verein nimmt er nun den Aufstieg in Angriff: "Diese Saison
haben wir extrem konkurrenzfähige Spieler. Mit Martin Maskarinec, unserem
bekanntesten Neuzugang, der bereits für die tschechische Nationalmannschaft
gespielt hat, sowie Petr Hrbek und Pavel Richter haben wir einen wirklich
starken Kader. Und Jan Letzsch ist trotz seiner jungen Jahre ein sehr guter und
erfahrener Keeper." Auch Ulf Uhlmann weiß um die Vorteile seiner Mannschaft in
der laufenden Saison: "Seit 2006 haben wir nun mit Jozef Kovacik einen
hauptamtlichen Trainer engagiert, wodurch sich die Qualität unseres Teams
natürlich enorm verbessert hat." Die Regionalliga scheint also zum Greifen nahe.
Auch wenn es die großen Gegner - die Eislöwen aus Dresden und die Fortuna aus
Leipzig - den Wild Boys bestimmt nicht leicht machen werden. "Beide sind zweite
Mannschaften von Oberliga-Teams, trainieren ihre Spieler dort also auch mit.
Außerdem sind sie von den Kadern her am besten besetzt", schätzt Marco Kanow
ein.
Und wie die letzten Jahre gezeigt haben, sind die Leipziger und Dresdner
tatsächlich die leistungsstärksten Gegner in der Sachsenliga. Die Wild Boys
erreichten in der vorigen Saison Platz 3. Doch mit der Unterstützung ihrer Fans
wollen sie nun den Aufstieg schaffen. "Wir hoffen, dass viele Chemnitzer zu den
Spielen kommen, denn vor vollen Rängen spielt es sich viel erfolgreicher. Und
außerdem bieten wir eine tolle Show", verspricht Marco Kanow.
www.erc-chemnitz.de
Die nächsten Heimspiele:
18.11. gegen Dresden Devils
02.12. gegen Neue Eislöwen Dresden
16.12. gegen SV Rudelswalde
06.01. gegen Fortuna Leipzig
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| Wort und Bild: Kathy Welz |
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