| Couchkartoffelsalatparty |
Ulkbär,
Bier und Schokolade
Wenn in diesem Jahr vermummte Kinder auf der Suche nach Süßigkeiten von Haus
zu Haus ziehen und traditionsbewusste Erwachsene am Reformationsbrötchen kauen,
sitzen die Couchkartoffeln im Jenaer Rosenkeller und feiern.
Eine Couchkartoffelsalatparty findet am 31. Oktober in der Zeiss-Stadt statt,
und Eingeweihte wissen, da tobt der Ulkbär. Das kleine Kerlchen ist der Star
einer hübschen Internetseite voller Trickfilme und Späße. Doch
www.couchkartoffelsalat.de warnt: "Achtung Eltern! Diese Seite ist für Kinder
unter 12 Jahren nicht geeignet!" Nicht nur, weil es im Shop auch "Schlüpper"
gibt. Eher weil zweifelhafte Gestalten - wir nennen gleich Namen - dort zum Teil
recht schlimme Scherze vortragen.
Falk Hühne, 27, ist der Macher des Ganzen. Wir fragten ihn, wie der Ulkbär, der
seit dem Jahr 2000 existiert, entstanden ist. "Aus einer Laune heraus.
Eigentlich mag ich Witze nicht. Zoten schon gar nicht. Aber die Kombination
niedlich und Zote gefällt mir. Und es geht fix zu animieren, weil sich
eigentlich nur der Mund bewegt." Der Mund des Ulkbären - in den man etwas
hineinlegen kann. Witze! Denn die dürft Ihr einsenden, und wenn sie "passen",
interpretiert sie der Ulkbär eventuell irgendwann.
Im Rosenkeller zeigt Falk Hühne seine Filme, eine Best-of-Auswahl der
Internetseite. Mit dabei neben dem Ulkbären sind dann der Checker, Al Popel und
der Muschimann (das waren die Namen!). Zwischendurch gibt's Live-Musik von der
Band Die Pest! Dazu kommt André Kudernatsch mit Geschichten aus seinem Buch "Suffis
Welt".
"Die Veranstaltung versteht sich als monumentales Leuchtfeuer der Trash-Kultur",
erklärt Falk Hühne, "im stetigen Kampf gegen die etablierten Strukturen
westeuropäischer Abendunterhaltung regen wir zum Nachdenken an und untergraben
ganz beiläufig das Fundament medial vermittelter Scheinwelten. Uns geht es nicht
um Geld, sondern um Bier und Schokolade."
Schokolade!? Da wären wir ja schon fast wieder bei den vermummten
Halloween-Kindern. Die aber würden staunen, wenn sie Die Pest sähen. Diese aus
Erfurt und Leipzig stammende Truppe nämlich ist noch viel vermummter! Und
brauchte eines Tages Video-Clips für ihre Mugge, weswegen sie Falk Hühne
ansprach und alle Freunde wurden ...
Hühne wiederum stammt ursprünglich aus Brand-Erbisdorf ("bei Freiberg bei
Dresden"), ging zum Studieren ("Soziologie, Medien, Literatur, abgeschlossen
2006") nach Leipzig und blieb gleich dort. Am 31. Oktober allerdings trefft Ihr
ihn und seine realen und gezeichneten Kumpane in Jena.
www.couchkartoffelsalat.de
Termin:
31.10. Jena, Rosenkeller
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| Wort: Ernie Le Coq / Bild: P.D. |
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