Client im Interview

Client im InterviewMusik, auf die wir stolz sind

Kate Holmes, Sarah Blackwood und Emily Strange sind drei heiße Engländerinnen namens Client. Heiß nicht nur wegen ihrer Musik, mit der sie momentan die Charts stürmen. Dabei begann bei Client alles eher zufällig, in irgendeiner Londoner Kneipe.


Kate traf Sarah beim Bier, irgendwann saß Andy Fletcher von Depeche Mode am Nachbartisch, und noch bevor die Mädchen ihr erstes Album rausbrachten, traten sie in ganz Europa vor mehreren zehntausend Menschen auf - im Vorprogramm von Depeche Mode! Heute, drei Alben später, kommen die Ladies zu den Turntable Days (25. bis 28. Mai) nach Halle. Im Interview mit Kate Holmes erfuhren wir mehr über Client.

BLITZ!: Ihr macht schon ewig Musik und hattet einzeln etliche verschiedene Bandprojekte mit eher mäßigem Erfolg. Was ist das Geheimnis am Erfolg von Client?
Kate: Wir machen einfach Musik, auf die wir stolz sind, erhalten unser starkes Image aufrecht und touren, touren, touren ...

BLITZ!: Nicht umsonst zählt man Euch zu den fleißigsten Bands Europas. Ihr habt Euch einen Namen auf Andy Fletchers Label Toast Hawaii gemacht. Wie kam der Wechsel zum deutschen Label Out of Line?
Kate: Als EMI Mute, welche die Toast-Hawaii-Alben veröffentlichten, übernahm änderte sich alles - zum Schlechten. Andrew Fletcher war mit Depeche Mode auf Tour und somit hundertprozentig beschäftigt und nicht da, um für Client zu kämpfen. Also habe wir gedacht, es wäre besser, nach einem neuen Label für Client zu suchen - auch deshalb, weil wir mit der Arbeit an "Heartland" nicht ein Jahr warten wollten. Wir haben Out of Line in Deutschland gewählt, weil wir den Enthusiasmus des Labels und seine Liebe zu Client wirklich mögen.

BLITZ!: Am 26. Mai seid Ihr die Headliner der Turntable Days in Halle. Spielt Ihr lieber in Clubs oder auf Festivals?
Kate: Wir lieben beides. Aber vor allem lieben wir den Wahnsinnssound, den du nur auf den PA-Soundanlagen und Klangsystemen beim Festival bekommst.

BLITZ!: Zwei Alben lang gab es Client als Duo. Warum habt Ihr zum neuen Album "Heartland" mit Emily Mann Verstärkung gesucht?
Kate: Sarah und ich fingen an uns gegenseitig zu langweilen! Ha, nein! Wir wollten ein drittes Girl, um dem Ganzen eine andere Dimension hinzuzufügen und liebten einfach den Peter-Hook-Bass. Daher dachten wir, es wäre cool, einen weiblichen Bass-Player zu haben ... Natürlich rockt sie auch total!

BLITZ!: Auf Eurem neuen Album gibt es - nach dem Song "Leipzig" vom Debüt-Album "Client" - mit dem Instrumental "Koeln" die zweite Hommage an deutsche Städte. Wie kommt Germany zu dieser Ehre?
Kate: In Leipzig haben wir mit Depeche Mode gespielt und entschieden, Client zu gründen. Köln ist ein Zentrum für Elektro-Musik ... Düsseldorf wäre auch ein guter Titel gewesen, aber ich mag den Klang von Köln und die Art, wie es geschrieben wird.

BLITZ!: Ihr habt Euch mit der Bloodhound Gang in München betrunken, auf der Bühne tragt Ihr sexy Sado-Maso-Sekretärinnen-Uniformen, gesanglich klingt Ihr sehr brav. Wie seid Ihr wirklich?
Kate: Danke für das Kompliment ... für Euch sind wir immer Client. Wir behalten unser Privatleben für uns.

BLITZ!: Wo seht Ihr Euch selbst in zehn Jahren? Was habt Ihr für Ziele? Was wollt Ihr erreichen?
Kate: Ich wünsche mir, dass Client als eine innovative Elektro-Band in Erinnerung bleibt, mit einem Image und Musik, die auch noch in zehn Jahren relevant sein werden.


Termin:
26.05. Turntable Days, Peißnitz
 
Wort: Thomas Leibe / Bild: P.D.