| Markkleeberg Metalheadz |
Diese
Generation braucht Fleisch
Böse, fiese Getränkevernichter müssen in unseren Breiten nun wahrhaft nicht
auf dem Trocknen sitzen und Heulsusen-Pop von babyspeckbesetzten Junkies
konsumieren, wenn sie es einfach etwas fester, etwas härter kriegen können.
Extrem wichtig in Zeiten des Klimawandels, damit der Flüssigkeitsanteil des
menschlichen Körpers ordentlich reguliert bleibt.
Da sind neben der hiesigen Scheddel-Crew unter anderem auch Markkleeberger am
Zapfhuhn, mit einer gewaltigen Breitseite Gitarrendröhnen und Schreierei. Zu
dritt führen die seit Jahren - im Gefolge viele hilfsbereite
Bierglasschwenkerhände - die Markkleeberg Metalheadz ins El Dorado des Krachs,
fantasievoll im Untergrund grabend und veranstaltend, was hängen bleibt, wenn
der Schweiß geflossen ist. Heraus kamen mehrere Heavy-Christmas- und
Unwanted-Youth-Festivals oder Zuarbeiten zu Dreckig - Billig - Laut (legendär!)
und dem letztjährigen Bessere-Zeiten-Festival.
Die Musketiere der Stahlschienenstränge nennen sich Niebe, (Evil) Pappe und
Behnie. Ihre Schwerter gegen Dogmatismus und Intoleranz sind an Verstärkerboxen
angeschlossen. Bei Behnie sogar in echt, da er neben seiner Klempnerei und der
Licht-Ton-Technik im MM-Kosmos noch an den dicken Saiten bei Faced Reality
herumzupft. Niebe, mit 24 eiskrachenden, nordisch harten Wintern auf dem Rücken
noch Schüler und der einen Gletscherabbruch jüngere Fensterbauer Pappe sagen von
sich selbst: "Naja, wir sind so was wie die Chefs, die Denker und Lenker. Aber
ohne unser fleißiges Team, die Biene, Herrn K. oder DJ Falle - neben all den
anderen - ginge gar nichts."
Jetzt geht's jedoch an Neues, das erste Fleisch-Festival in der Markkleeberger
Spinne steht am Rost. "Das machen wir, um den Umsatz der
Kopfschmerz-Pharmaindustie anzukurbeln. Zum Namen? Der erklärt sich von selbst,
wenn jemand schon mal gesehen hat, wie richtige Metallerherden feiern. Ein
saftiges Steak und ein gepflegtes Bier gehören da definitiv dazu."
Also nix mit Diskutantentum und Plenarhopping. Und seelig trunken schunkeln der
Old-School-Rocker und der Dunkel tragende, sprillige Hardcore-Fetischist Arm in
Arm zu den Weisen der lauten Recken. Hin und wieder huscheln auch aus- und
einladende Metal-Bräute durchs Geäst. Nu Metal oder Death/Trash - egal, heavy
muss es sein.
Helden reisen an, um schlummernde Hunde zu erschrecken, die altgedienten
Fleshless (15 Jahre Krach!) aus Tschechien, Gomorrha, The Atmosfear und
Sic(K)reation machen den 20. April wild, damit die Brasilianer von Insurrection
Down, neben Sadistic Brainslaughter, Speech Defect und den ihre neue Platte
herausbrüllenden Death Embrace den 21. in Grund und Boden ackern können.
Da wird es wohl bald zu Ende sein mit der Gemütlichkeit an der Einflugschneise
nach Leipzig, wenn weitreisende ausgetrocknete Böslinge von
Stahlschienensträngen springen, um eine Spinne zu suchen, die im Untergrund lebt
- und nach Metalheadz, die Fleisch und eine laute Generation präsentieren. Auf
dass das Holz roste und das Eis faule …
www.m-metalheadz.de
Termin:
20./21.04. Spinne Markkleeberg
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| Wort: Volly Tanner / Bild: Ernie Le Coq |
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