Local Heroes

Die Zugpferde der Zukunft

Und wieder eine neue Ausgabe der Local Heroes. Was passiert in den Metropolen Mitteldeutschlands? Welche Namen sollte man sich heute schon einprägen, weil man sie morgen parat haben muss, wenn man mitreden will? BLITZ! sagt es Euch!


Erfurt

Vicki Vomit
Für'n Appel und 'n Ei

Vicki Vomit"Vicki Vomit kommt aus Ödfurt, einer kleinen Stadt in der Nähe von Russland", schreibt er in seiner Bio. Doch das ist ein Tippfehler. BLITZ! "enthüllt" an dieser Stelle: Es soll Erfurt heißen. Vicki ist ein Skurril-Metaller. Bei dem Mann lief schon immer etwas verkehrt. Angefangen von seiner ersten Band BLITZZ, die es als erste und letzte aus dem Osten schaffte, von ihrem Debüt im Westen zehnmal mehr Exemplare zu verkaufen als im Osten. Vicki blieb trotzdem hier, schaute dem Volk aufs Maul und schrieb die Ossi-Party-Hymne der 90er: "Arbeitslos & Spaß dabei!" Danach arbeite er mit verschiedenen Begleitformationen, The Sisters Of Jelzin, The Power Of Parkplatz, Die Kraft der zwei Herzen, Die Creuzfeld-Jacob-Sisters, Mutscheküpchen Of Death. Seit einigen Jahren lässt er sich von den Misanthropischen Jazz-Schatullen begleiten. Das ist - mal ganz ernsthaft - die druckvollste Band, die er je hatte, zusätzlich bestückt mit der attraktivsten Keyboarderin des Osten (wie er's nur immer macht, der Vomit!). Musikalisch rockt das aktuelle Album "Für'n Appel und 'n Ei" ordentlich und ist lyrisch wie immer hart am Zahn der Zeit. Es geht um Hartz IV und Ich-AG, um Bärenjagd in Bayern und den Kannibalen von Rotenburg. Böse zynisch ist das "Flugzeug vor dem Fenster", in dem sich Herr Vomit in menschenverachtender Weise über die Terroropfer vom 11. September lustig macht, wie es im Urteil stehen wird. Warum es ein Urteil geben wird? Weil Vicki einen ziemlich unsympathischen hessischen Spitzenpolitiker kurzerhand zum "Pickelhitler" erklärte. Das war's dann wohl, Vicki, dafür werden sie Dich nach Guantanamo abschieben!
Vorher aber gibt es folgende Termine: 17. März, Leipzig, Anker, 23. März, Bad Salzungen, Pressenwerk, 30. März, Altenburg, Music Hall, und 31. März, Affalter, Zur Linde.
www.vicki-vomit.de


Apolda

Lolapaloosa
Volunteer Prisoner

LolapaloosaAls Schülerband haben sie angefangen, sie sind auch jetzt noch blutjung. Die Drummerin Betti ist das Nesthäkchen, sie war gerade mal 15, als Lolapaloosa in Zottelstedt ihren ersten Gig spielten. Seitdem haben sie musikalisch echt zugelegt. Crossover-Metal ist ihr prinzipielles Metier, sie selber ordnen sich eher bei Funk- beziehungsweise Nu Metal ein. Aber die Grenzen sind ohnehin fließend; wichtig ist, dass alles drin ist. Und man muss bei Lolapaloosa nichts vermissen: Rappenden Gesang mit brüllenden Ausbrüchen, eine Lead-Gitarre mit teilweise unerhört coolen funky Licks, satte Riffs und einen virtuosen Bass, der unter dem Ganzen die ruhelose Druckpumpe gibt. Jede Wette, mit der hochbrisanten Mischung müssen sie sich nirgendwo verstecken.
Mit "Volunteer Prisoner" liegt seit einigen Wochen ein Five-Tracker vor, der richtig abgeht. Die Texte sind englisch, deutsch und im sehr witzigen "Lady" in Rapper-Manier englisch-deutsch gemischt. Im Umkreis ihrer Heimatstadt sind sie eine feste Größe, haben auf dem Mega-Rock-Festival in Erfurt zu Beginn der letzten großen Ferien vor 10.000 Leuten gespielt. Sie sind dort außerordentlich gut angekommen. Es ist ja genau die Musik, die live unheimlich funktioniert, wenn sie gut präsentiert wird. Und da sie damit offensichtliche keine Probleme haben, dürften Lolapaloosa ihr Publikum auch am 13. April im Weimarer Klock 11 bestens unterhalten.
www.lolapaloosa.de


Chemnitzer Umland

Bradery Joyle
some friday night

Bradery JoyleIn Zeiten, in denen die 1960er und 70er Jahre musikalisch auferstehen, ist eine Band wie Bradery Joyle mit ihrem Mix aus Soul, Funk und Acid-Jazz gut im Rennen. Seit der Gründung 1993 machte sie sich in unzähligen Clubs in Sachsen und Thüringen einen Namen als zehnköpfige Live-Formation. Von 2004 bis 2006 folgte eine Auszeit und anschließend eine Umbesetzung. Neu seit Oktober sind die Musiker an Schlagzeug, Percussion und Keybord. Ursprünglich vom irischen Film "The Commitments" inspiriert und wegen diesem gegründet, spielte die Band, deren Mitglieder alle aus dem Chemnitzer Umland stammen, ausschließlich den Soul der 60er und 70er. Seit dem Neustart aber fließt wesentlich mehr Funk und Acid-Jazz ins Programm. Neben eigenen Stücken präsentieren Bradery Joyle groovige Cover-Versionen von Kool & The Gang, The Commodores, Joss Stone, Simply Red oder Carol King. Trotz ihrer großen Besetzung (Thomas Unger, Keybord, Udo Koeppen, Bass, Claudia Georgi, Gesang, Claudia Franke, Gesang, Alexander Pfeifer, Gitarre und Gesang, Silke Blum, Saxofon und Gesang, Marcel Kettel, Schlagzeug, Jo Blum, Posaune, Marcus Barthold, Percussion, und Jörg Keilhack, Trompete) lieben sie es, auf kleinen Bühnen in Publikumsnähe zu agieren. Besonders wichtig ist ihnen, tanzbare Musik zu spielen und ihren Spaß am Musizieren auf die Hörer zu übertragen. Zu erleben ist das am 24. März in der Werdauer Fabrix.
www.bradery-joyle.de


Halle

cela:nous
come & do

cela:nouscela:nous' Album "come & do" beginnt mit den wundervoll melancholischen, celloschweren "Autumn Nights". Schon hier zeigen die beiden Köpfe der Band, Steffen Paasch und Stefanie "Steps" Tettich, was sie drauf haben. Steps hat diese typische Chansonstimme, sie kann sich richtig elegisch in die Songs legen, Steffen ist der typische Singer/Songwriter.
Sie singt vor allem, daher dominieren ein wenig die schwermütigen Töne. Was nicht unangenehm ist - diese Stimme macht Spaß, auch wenn sie keine lustigen Lieder singt. Am schönsten klingt es auf jeden Fall, wenn sie gemeinsam singen. Ihre drei Mitstreiter sorgen für viel Abwechslung in Instrumentierung und Arrangements. Beispiel dafür die Trompete in "Zu lang". Die Lieder sind mal Liedermaching, mal stark chansonesk, mal von Ethno-Folk beeinflusst. Dazwischen klingt auch schon mal ein trauriger Walzer. Gesungen wird abwechselnd in englisch und deutsch, was üblicherweise Probleme bringt, weil beide Sprachen beim (deutschen) Hörer eigentlich verschiedene Aufnahmehaltungen auslösen. Hier passt alles; der rote Faden ist ohnehin die Abwechslung, die einzige Konstante der stetige Wandel des musikalischen Charakters. Manchmal jedoch kommt Steffen ein wenig zu didaktisch; besonders in "Dein eigenes Ich" wird der Hörer fast erschlagen vom drohenden Zeigefinger.
Insgesamt aber ein sehr interessantes Debüt mit einer beinahe verwirrenden Vielfalt an Stimmungen und Klangfarben. Das macht Lust auf mehr, den Hallensern ist durchaus ein Hit zuzutrauen.
www.celanous.com


Dresden

Legacy Of Music
[uni]form

Legacy Of MusicL.O.M. sind ein klassisches Electro-Pop-Duo (wer möchte: Future-Pop-Duo), bestehend aus j.p. bzw. Jirka, der für die Kompositionen und die Programmierung zuständig ist, und Nick, der die Texte und den Gesang beisteuert. Sie selbst bezeichnen sich als "Next Generation Of Electropop" und ihre Musik als "electric future dance". Die Szenepostille Zillo schreibt von einem "EBM-Synth-Pop-Hybrid mit viel Herz und Tiefgang". Und so kann man sich stundenlang in derlei Begrifflichkeiten verlieren. Fakt ist, L.O.M. haben auf "[uni]form" die Messlatte sehr hoch gelegt. Das Album ist rund produziert und steckt voller witziger Einfälle (die eingestreuten Sprach-Samples zum Beispiel), Arrangement und Mix holen alles raus aus diesen Songs. Hin und wieder ist eine wirklich catchige Hookline zu hören, durchweg tanzbar ist das Ganze ohnehin. Ein schönes Geschenk für die dunkelromantische Tanzgemeinde: Ein L.O.M.-Stück zwischen VNV Nation und Apoptygma B. - da darf glatt durchgetanzt werden. Nicks Stimme kann sich absolut hören lassen, geschickt wird sie in den Refrains mehrstimmig verbreitert. Die Band gibt es offiziell seit 1996, Nick jedoch ist erst seit 2002 dabei - dies war wahrscheinlich der entscheidende Einschnitt. Nicks stimmliche Qualitäten haben sich in der Szene längst herumgesprochen, kürzlich durfte er bei den Absurd Minds aushelfen.
Die Auftritte von L.O.M. sind perfekt durchinszenierte multimediale Spektakel, sie zeigen eigens produzierte Clips. Zu erleben im Zwickauer BPM-Club am 2. Mai und am 5. Mai im Dresdner Röschenhof!
www.legacyofmusic.de


Dresden

Marammé
Frate Nunzio e la sua storia

Marammé"Frate Nunzio" heißt das aktuelle Programm von Marammè, das selbst Tanzmuffel zum Hüftenschwingen bringt. In mitreißenden Liedern im sizilianischen, apulischen und neapolitanischen Dialekt erzählt die deutsch-italienische Band vom närrischen Leben des Bruders Nunzio. Die neue CD "Frate Nunzio e la sua storia" bietet energiegeladene, leidenschaftliche und mythische Musik der Spitzenklasse. Vor vier Jahren hatte die Band begonnen, traditionelle Stücke zu arrangieren und zu spielen. Daraus entwickelten sich die ersten eigenen Lieder, die alle aus der Feder von Multitalent Mario (Sänger, Komponist, Pianist und Tammoraspieler) stammen, wie zum Beispiel "Madonna dei Mandarini". Bei ihren Auftritten spinnen Marammè immer wieder neue lustige, frivole, nachdenkliche oder romantische Geschichten, welche die Lieder miteinander verbinden. Kein Konzert gleicht dem anderen, und auf der Bühne entwickelt sich schnell eine Anekdote oder ein Sketch und sorgt bei den Zuschauern für Lachsalven. Der italienisch klingende Name der Band ist in keinem Wörterbuch zu finden, denn er heißt nicht viel mehr als "Oh Gott, oh Gott!". "Auf Neapolitanisch würde man 'maronna mi' sagen, und da die Italiener gerne alle Wörter verbinden, klingt es wie Marammè", erklärt Flötistin Letizia Turini das Wortspiel.
Live sind Marammè am 18. März im Theater Eisleben zu erleben.
www.maramme.de


Dresden/Dessau

Vanda
Artichoque

VandaEigentlich hatten sie nur aus Spaß ein paar selbst zusammengefrickelte Aufnahmen zum f6 Music Award geschickt. Dort wollte man sie unbedingt haben. Also telefonierten Sängerin Jenny und PC-Sound-Tüftler Daniel hektisch durch die Gegend: Eine Band musste her! Die fuhr dann auch für Sachsen-Anhalt zum Finale. Die Songs auf der jetzt vorliegenden EP "Artichoque" beeindrucken tatsächlich. Sehr coole, elektrisch basierte Sounds, mal spacig abgefahren, meist frisch und poppig, immer den entscheidenden Tick neben den gängigen Hörgewohnheiten liegend - sie bilden das Fundament, auf dem Jennys charismatische, selbstbewusste Stimme agiert. Das Ergebnis ist absolut clubtauglich, würde aber auch im Radio gut laufen. Zeitgemäßer Pop, urban und trotzdem warm. Sehr transparent und mit echtem Tiefgang. Gerne zitieren Vanda Steve Lyon, den Produzenten von Cure, der ihr Material irgendwie in die Finger bekommen hat und anerkennend feststellte: "The guys with the most international sound played by a mideuropean band, I've heard for a very long time!" Der Mann hat wirklich recht, und dem ist auch nichts hinzuzufügen. Außer den Konzertterminen: 17. März, 2ZimmerKücheBad, Halle, 20. April, Schauburg, Dresden.
www.vanda-music.de


Leipzig

Falk Fabian & Band
Im Rhythmus der Gezeiten

Falk Fabian & BandJung und selbstbewusst präsentiert der Leipziger Falk Fabian seine Songs, die er als "frischesten Sound von Deutschland" und irgendwie zwischen Police und Karat angesiedelt beschreibt. Manchen wird die leicht nörglige Stimme nerven. Den Vergleich mit Sting hat er bereits selbst gezogen - allerdings wohl etwas an den Haaren herbei. Fakt aber ist: Diese Stimme ist unverwechselbar und das sehr viel wert. Es gibt Momente, da liegt Falks Gesang unglaublich passgenau auf der Melodieführung, die er sich geschrieben hat, manchmal jedoch überfordert er sich. Es steckt in jedem Song eine brauchbare Idee, es gibt immer einen nachvollziehbaren Ansatz - oft müsste aber noch daran gebastelt werden. Gelegentlich erliegt er der Versuchung, ein Stück, das ein hübscher Zweieinhalbminüter geworden wäre, auf die doppelte Länge auszuwalzen. Das erhöht nicht gerade die Spannung. Die Texte sind ambitioniert und überraschen mit witzigen Formulierungen, allerdings auch mit manchem unfreiwilligen Holperer. Den besten Falk Fabian auf seinem Debüt gibt es wohl beim Opener "Marsch der Pioniere". Hier zeigt sich deutlich: In dem Jungen steckt was, den müssen wir beobachten! Zum Beispiel am 17. März in der Leipziger Mühlstraße.
www.falkfabian.de


Leipzig

Bungalow 4
Heavy Metal

Bungalow 4Ihr Debüt heißt "Heavy Metal". Sie schreiben auf ihre CD-Hülle: "Diese Platte eignet sich zum Tanzen". Ihre Lieder tragen Namen wie "heute geh' ich mit dir ins kino" und "worte, die nicht im thesaurus stehen". Das ist schon ganz schön verwirrend, oder? Auf ihrer Website bietet die Band - und das ist echt mal eine richtig tolle Idee - einen Schubladen- und Phrasenservice für faule Musikjournalisten an. Zum Beispiel schlagen sie zur Kategorisierung vor: "Sie sind gekommen, um den Diskurs zu tanzen". Kein Mensch kann damit was anfangen, es sagt gar nichts, aber es klingt schön. Wie in der SPEX. Sie könnten sich auch vorstellen, "die deutsche Antwort auf Blumfeld" genannt zu werden. Doch das passt nicht mehr, weil Jochen D. aus Hamburg (dort sitzt übrigens auch das Label von Bungalow 4) vor kurzem in einem späten Anfall von Einsicht die Band Blumfeld aufgelöst hat. Schließlich bieten sie noch "das Haar in der Suppe der Jazzpolizei" an. Auch gut, oder? Was ist es denn nun wirklich? Sagen wir um schnörkellosen Minimalismus bemühter Pop mit bewusst aufgesetzter Sprödigkeit und Texten, die leicht intellektuell verquast klingen, was die Band todsicher genauso beabsichtigt hat. Alles gut abgehangen und angenehm unangestrengt. Die vier Jungs haben schon längere musikalische Karrieren hinter sich. Sie müssen keinem etwas beweisen und sind dem Poser-Alter längst entwachsen. Manchmal nehmen sie's vielleicht doch eine Spur zu lässig und rotzen die Songs all zu beiläufig hin - manche Lieder wirken dadurch ein bissel überflüssig. Doch insgesamt ist es genau jener faszinierende Charme freundlicher Adoleszenz (wie wär's, wenn Ihr diese Phrase in Euren Service aufnähmet, Bungalisten?!), der diese CD so sympathisch macht.
www.bungalow4.net


Leipzig

Nitrolyt
Hollywood Death Scene

NitrolytHammerharten Metal präsentieren Nitrolyt aus Leipzig, denen man für die letzten Jahre eine erstaunliche Entwicklung bescheinigen muss. Unglaublich, dass diese Jungs vor fünf Jahren mal als Metallica-Cover-Combo angefangen haben! Ihr aktuelles Album "Hollywood Death Scene" gibt es schon eine Weile; wer's noch nicht kennt, sollte diese Bildungslücke unbedingt baldigst schließen! Kompromisslose Härte, ordentlich Tempo, eine sehr solider Gesang von Klarstimme bis Wut-Growl und eine ziemlich komplizierte, zum Progrock neigende Rhythmik zeichnen diese Band aus. Dieser Prog 'n Trash erfordert einen in dieser Richtung geschulten Hörer. Die Musik ist nichts, worauf man sich behaglich ausstrecken kann, sie schüttelt einen mit ruhelosem Drumming und einer Höchstanzahl an Breaks pro Zeiteinheit regelrecht durch. Wer sich der Mühe unterzieht, wird viele interessante Stellen finden; vor musikalischen Überraschungen ist man bei ihnen nie sicher. Musikalischer Höhepunkt des Albums ist wohl das rein instrumentale "Russian Roulette". Ein wilde Parforcejagd durch das ganze Spektrum. Höllisch schnell, trotzdem melodiös und randvoll mit handwerklichen Kabinettstückchen. Danach gleich eine ruhigere Nummer in bester Ami-Indie-Manier, die die Chili Peppers glatt aufs "Californication"-Album genommen hätten. Nichts ist sicher bei dieser Band. Außer: Man wird noch hören von ihnen! Das nächste Mal am 30. März zum New-Chance-Festival im Webhaus Großröhrsdorf.
www.nitrolyt.de
 
Wort: Frodo Wawrzyniak, Claudia Feger, Karsten Spehr
Bild: Ch. Müller & J. Welsch, Maik Schmidt, Kati Hegewald, P.D.