| Joachim Fuchsberger |
Neues
vom Wixxer
Joachim "Blacky" Fuchsberger ist zurück. Zurück auf deutschen Leinwänden. Das
ist ja schon Ewigkeiten her, dass er in einem Kinofilm mitgespielt hat. Genau
genommen ist es 25 Jahre her. Und eigentlich wollte er auch gar nicht zurück,
vor allem nicht in diesen komischen Filmen, die seine inzwischen legendären
Auftritte in den Edgar-Wallace-Filmen persiflieren. Bei der Anfrage zum ersten
Film hat er deshalb lediglich ein knappes Nein von sich gegeben. Den Part, den
die Autoren extra für ihn ins Drehbuch geschrieben hatten, konnten sie
streichen. Und die Hoffnung gleich mit.
Pustekuchen! Joachim Fuchsberger ist wieder da! Und wie er da ist! Und wie auch
der Wixxer wieder da ist! Selbst die größten Skeptiker und Komödienhasser wurden
inzwischen erwischt, beim lauthalsen Loslachen angesichts des "Neuen vom
Wixxer". Spätestens an der Stelle, an der die Werbung kommt ... Das muss man
gesehen haben!
Wir sagen nur soviel: Es gibt einen neuen Wixxer und eine Liste
mit Todeskandidaten. Auf der steht neben anderen auch Inspector Long, der soll
in den nächsten 48 Stunden das Zeitliche segnen. Eine Spur? Keine Spur! Der
Wixxer? Wer ist das? Keine Ahnung. Aber die Jungs werden das schon packen.
Wetten?!
Zurück zu Fuchsberger. Den traf Bastian Pastewka irgendwann auf irgendeiner
Preisverleihung und konnte es sich nicht verkneifen, ihn anzusprechen. "Blacky"
versprach
daraufhin, dass er das Drehbuch lesen würde. Bedingung war, dass er nicht nur
einen Cameo-Auftritt haben würde, den hätte er schon Dutzende Male geben können.
Wenn es aber um eine akzeptable Rolle ginge - warum nicht. Er würde sich das
Drehbuch durchlesen ... Das hat er gesagt, als er den ersten Wixxer-Film immer
noch nicht gesehen hatte. Also flugs eine DVD nach Australien geschickt. Doch
wieder Pustekuchen. Joachim Fuchsberger konnte mit dem Teil nichts anfangen.
Nicht, weil ihm der Film nicht gefiel, die deutsche DVD lief auf seinem
australischen DVD-Player einfach nicht. Das (technische) Problem wurde erst
gelöst, als der Held mal wieder in Europa weilte. Und das war's dann auch schon.
"Blacky" war angesteckt vom Wixxer-Fieber.
Aber ein Film mit solch einem Titel? Nein, das geht doch nicht! Dem Gentleman
des deutschen Films gefiel das nicht. Und er ist auch heute noch nicht so ganz
glücklich damit. Eine Anspielung auf die Hexer-Filme - schön und gut, aber
dieser Titel ist für ihn nach wie vor gewöhnungsbedürftig. Schon das allein war
damals Grund genug, erst einmal abzulehnen. Und als er dann für den zweiten Teil
begeistert worden war, erzählte er es australischen Freunden. Die meinten
prompt, dass sich die Deutschen das nicht trauen würden, einen Film mit einem
solchen Titel in die Kinos zu bringen. Trauten sie sich aber doch! Nun schon zum
zweiten Mal. Ein drittes Mal wird folgen, die Selbstverpflichtung steht. Der
Titel ja auch, den hat Oliver Kalkofe bereits vor längerer Zeit herausposaunt: "Triple
WiXX".
Und eigentlich sollte neben Joachim Fuchsberger, dem nach der Zusage die Rolle
als Inspektor selbstverständlich auf den Leib geschrieben wurde, auch Eddi Arent
wieder spielen. Doch der erkrankte leider. Aber, es wird ja noch einen dritten
Teil geben. Fuchsberger hat erneut zugesagt und freut sich auf den alten
Partner.
Zum Film an sich: Es gibt wieder unheimlich viele liebevolle Anspielungen auf
die alten Wallace-Filme. Es gibt jede Menge Cameo-Auftritte, wie den von Achim
Mentzel, in dem wir erfahren, wie der wahre Achim eigentlich ist. Der schlampige
Chief Inspector lässt sich sogar Anstandsunterricht vom Assistenten Very Long
geben, um das Herz einer jungen Adligen Namens Victoria Dickham zu erobern. Und
Alfons-Christian-Maria-Herbst Hatler leitet eine Irrenanstalt. Wird er von dort
aus die Weltherrschaft erobern oder doch nur eine Weltkarriere als Sänger
beginnen? Und der äußerst hilfreiche Bruder von Evan Longer, Much Longer? Manche
kennen ihn auch als Christian Tramitz, aber garantiert noch nicht als Tanzlehrer
mit dem unheimlichen Hüftschwung.
Für die alten Wallace-Fans laufen, wie gesagt, jede Menge Anspielungen, bei
denen sie extra laut lachen können und die jungen Nichtkenner komisch gucken
werden. Warum hat der oder die Alte da gerade so gelacht? Nur mal eine Erklärung
für solche vorprogrammierte "Altenlacher": Eine Szene spielt in der
Flickenschild Street. Das ist eine Verbeugung an die große, alte und vornehme
Dame des deutschen Films, Elisabeth Flickenschild, die unvergessliche Nelly Oaks
im "Gasthaus an der Themse". Und selbstverständlich sind die folgenden Herren
wieder dabei: Als Inspektoren Long und Longer Bastian Pastewka und Oliver
Kalkofe. Oliver Welke in den Räumen der Yard-Pathologie als Dr. Brinkman, und
Joachim Fuchsberger spielt den legendären Ex-Chef von Scotland Yard, Lord David
Dickham. Seine Tochter Victoria wird von Christiane Paul verkörpert.
Es gibt Leute, die behaupten jetzt schon: Das ist die deutsche Komödie des
Jahres. Mal sehen, ob Bully den Wixxer 2 mit seinem Animationsstreifen über die
süße Lissi und ihren wilden Kaiser nicht doch toppen kann ...
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| Wort: Carola Kinzel / Bild: Constantin |
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