| Vorsicht Thiel! |
Meine
pazifistische Grundhaltung
Ein neues Jahr und alles ist besser! Jedenfalls für die Ölgiganten und ihre
deutschen Handlanger. Haben die bisher zu Silvester krampfhaft Ereignisse
erfunden, um den Spritpreis anzuheben, konnten sie diesmal in Ruhe auf die
Erhöhung der Mehrwertsteuer verweisen.
Ich frage mich nur, ob die Steuererhöhung tatsächlich fünf Prozent und mehr
betrug? Man kann ja noch nicht mal zur Konkurrenz wechseln, denn es gibt keine.
Ebenso wie es kein Kartellamt zu geben scheint, welches dieses Phänomen
untersucht. Schön wäre auch mal eine Erklärung, warum sich ein Benzinpreis
mehrmals am Tag ändert. Oder, warum er das erst seit ein paar Jahren tut, aber
dafür gleich um mehrere Cent?
Ich gebe ehrlich zu, dass ich meine pazifistische Grundhaltung beim Tanken
ebenso bewundere, wie beim Gedanken an unsere Krankenkassen. Allein auf die
Androhung einer Gesundheitsreform hin haben die ihre Beiträge erhöht! Und nicht
nur das, fast alle zur gleichen Zeit, nämlich kurz vorm Jahreswechsel. Eine
Spontanabsprache? Da wurde ja sogar unsere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt
stutzig und forderte sofort eine Offenlegung der Finanzpolitik der Kassen.
Anfrage vom dummen Zahlemann, also mir: Wurden die Finanzen der Kassen bisher
nicht überprüft? Kann ich die Praxisgebühr der letzten Jahre zurückbekommen,
weil sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen von mir erschlichen wurde? Ich
habe nämlich nur bezahlt, weil sich dadurch die Beiträge senken sollten.
Vielleicht wurden die auch gesenkt, und ich habe das nur nicht bemerkt.
Aber mit Wahrnehmungsproblemen schlage ich mich hier nicht allein herum. Unser
Sachsen-Kultusminister Steffen Flath hat zusehends Angst, in die DDR
zurückgebombt zu werden. Schlimmer noch, es drohe der Rückfall in die Steinzeit
durch das Gerede einer Frau, nämlich der Ursel von der Leyen. Diese hat schon
mit ihrem Elterngeld für eine Belastung des Staatshaushaltes gesorgt. Nun kommt
sie mit so einem Schweinskram wie Kinderbetreuung als Staatsauftrag,
Kindertagesstätten, die nichts kosten, und der Pflicht zur Vorsorgeuntersuchung
für Kinder, um eventuelle Defizite bei deren Betreuung rechtzeitig
festzustellen. An Steffen Flath kann man übrigens sehen, was passiert, wenn
Defizite zu lange vernachlässigt wurden. Es kommt zu wirren Gedanken in
Verbindung mit dem Äußern dieser, verbunden mit dem Drang nach Öffentlichkeit.
Armer Junge! Aber was soll man von jemandem erwarten, der Schulschließungen,
Lohnkürzungen bei Lehrern und Stundenausfall für "erfolgreiche Bildungspolitik"
hält. Vielleicht war der Gute auch nur zu früh in der Kinderkrippe, was ja eine
Katastrophe ist, wie das Modell DDR gezeigt hat. Na ja, immerhin haben die
Krippen-Geschädigten trotz ihrer Beschädigung eine Demokratie erstritten, die
dummerweise Leute wie Steffen Flath an die Macht brachte. Der plädiert übrigens
dafür, drei Jahre zu Hause zu bleiben - nach der Geburt eines Kindes. So gesehen
sind Langzeitarbeitslose die perfekten Eltern!
Seit Kurt Beck, dem SPD-Doppelkinn, wissen wir auch, dass diese
Langzeitarbeitslosen selbst schuld an ihrer Lage sind. Würden sie sich nämlich
mal rasieren, waschen und die Haare schneiden lassen, hätten sie auch gleich
Arbeit. Nun gab es natürlich viele Anfragen von weiblichen
Langzeitarbeitslosinnen, was und wo man denn genau rasieren solle … Viele
Glatzköpfe fühlten sich daraufhin diskriminiert, sie könnten sich keine Haare
schneiden, manche sogar nicht mal rasieren, aus Mangel an Haarwuchs. Na, dann
wascht Euch wenigstens ordentlich!
Am Schluss noch zwei Tipps, damit das Jahr nicht zu schnell zu Ende geht. Nach
einigen Haushaltsunfällen mit dem vorwiegend in russischen Läden erhältlichen
Polonium 210, möchte ich dringend darauf hinweisen, dieses immer in
geschlossenen Behältern aufzubewahren und keineswegs mit den Mahlzeiten
einzunehmen. Zweitens ein Tipp zum Fliegen: Steigt niemals in ein Flugzeug mit
Terroristen an Bord! Selbst, wenn die zu dämlich zum Entführen oder so sind,
heißt das nicht, Ihr hättet es vielleicht geschafft und überlebt. Im
ungünstigsten Fall werdet Ihr nämlich von Innenminister Schäuble persönlich vom
Himmel geschossen; und auch wenn das präventiv gemeint ist, endet es für die
getroffenen Betroffenen tödlich. Passt also auf Euch auf!
Ciao, Euer Mario
|
| Wort: Mario Thiel / Bild: Tobias Kade |
|