| Mit der Pall Mall Initiative in New York |
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Wie in einem Hollywood-Film
Seit 1996 vermittelt die Pall Mall Initiative Berufseinsteigern Praktika in
den USA. Sommer für Sommer lernen so junge Deutsche den New Yorker Alltag
kennen, arbeiten und leben jeweils sechs oder zwölf Wochen in der
Riesenmetropole. Ab sofort läuft die Ausschreibung für das Job-Training 2007.
Wer denkt, dass man auf Arbeit keinen Spaß haben kann, liegt völlig falsch",
schreibt Vicky Wolf in ihrem Blog auf der Internetseite der Pall Mall Foundation.
Die Leipzigerin verbrachte den Sommer in New York und berichtet unter anderem:
"In einem Finanzinstitut zu arbeiten, heißt nicht nur, täglich Geld zu zählen,
sondern auch, das ein oder andere Mal eine berühmte Persönlichkeit kennen zu
lernen. Nachdem meine Kollegen und ich wochenlang an unserer Präsentation
gearbeitet hatten, war es nun endlich soweit. Mehrere hundert Gäste wurden ins
Mandrian Oriental Hotel eingeladen, um gemeinsam mit uns eine einzigartige
Vorstellung zu celebrieren. Die Präsentation war ein Erfolg und zur Belohnung
gab es lecker Sushi mit einem wunderschönen Blick auf den Central Park. Doch das
sollte noch nicht der krönende Abschluss gewesen sein! Der Gitarrist Gene
Simmons von der Rockband Kiss war einer der geladenen Gäste. Erst habe ich ihn
gar nicht erkannt, da die Schminke und der Lackanzug fehlte. Am Ende konnte er
mich aber noch mit seinem fast perfekten Deutsch beeindrucken."
Erlebnisse wie diese scheinen nicht außergewöhnlich.
Chistian Häfner aus
Freiberg meint, New York sei schön, weil man Leute kennen lernt, sich nett in
kleiner Runde trifft und wieder anderen vorgestellt wird. "Telefonnummern werden
ausgetauscht und man wird tatsächlich angerufen! Wird plötzlich Teil eines
Netzwerkes und fühlt sich willkommen. Das muss man erlebt haben, genauso wie ein
Garagenkonzert in Brooklyn. Man beginnt, sich als Teil der Stadt zu fühlen."
Dave Derbis aus Brumby in Sachsen-Anhalt bestätigt. Die offene Mentalität der
New Yorker machte es ihm von Anfang an leicht, sich hier wohl zu fühlen. Und
Cornelia Kind aus Dresden hatte den Eindruck, dass die Menschen in N.Y.C. mehr
auf den Straßen leben, in den Bars, mehr unterwegs als zu Hause sind. "Sehr
schnell findet man Kontakt zu anderen Leuten."
Selbstverständlich auch auf Arbeit.
Theresa Große aus dem thüringischen Cospeda
erzählt: "Es ist sehr oft vorgekommen, dass Kollegen einfach gesagt haben: 'Hast
du heute Abend Lust, auf meine Party zu kommen?' Und auch dort, sozusagen als
Fremde, ist man zwei Minuten später mit den Leuten im Gespräch." Theresa
studiert Produktdesign und arbeitete während ihres Praktikums bei einem
Avantgarde-Mode-Label. Vicky Wolf lobt das gute Verhältnis zu ihren
Arbeitskollegen, auch über die Arbeitszeit hinaus. Die
Verbindungen der Kollegen
untereinander erinnerten Dave Derbis an "eine Familie". Cornelia Kind wiederum
war überrascht, weil das Arbeitsklima nicht so familiär gewesen sei, wie sie es
aus Sachsen kenne.
Die Dresdnerin mit Job in der Personalentwicklung der
Sparkasse sammelte ihre Erfahrungen bei der National Foundation for Teaching
Entrepreneurship, einer gemeinnützigen Organisation, die Existenzgründer berät
und fördert. Vicky Wolf war bei Capital Growth Financial, einem Finanzdienstleister, der Risikokapital bereitstellt - jeweils nach fundierter
Analyse der Geschäftsidee und deren Marktfähigkeit. Vicky analysierte mit,
stellte Ergebnisse zusammen und diese auf Präsentationen vor. Constanze Kuring
aus Dresden arbeitete in bei einem Produktdesigner und entwarf
ein sich selbst
aufblasendes Zelt mit integriertem Bett, "gewissermaßen das Gästezimmer im
Wohnzimmer". Das Praktikum kam für sie genau zur richtigen Zeit, da sie nach
sechs Jahren Studium nur noch ihre Diplomarbeit schreiben müsse und anschließend
ins Berufsleben starte.
Christian Häfner ist noch Student und sieht das Programm "mit allem, was einem
hier geboten wird, als einmalige Chance". Auslandserfahrungen findet er sehr
wichtig für künftige Bewerbungen. Der Betriebswirtschaftler hat bereits mehrere
Praktika hinter sich und probiert sich auch in New York im Bereich
Öffentlichkeitsarbeit aus, diesmal "speziell für Kunden in der
Lebenmittelbranche". Ganz selbstverständlich gewöhne man sich an internationales
Arbeiten, wenn Kollegen, mit denen man telefonieren muss, in Skandinavien, Tokio
oder Peking sitzen. Christian genoss dabei den Ausblick aus einer 34. Etage.
Christine Dressler, Bankkauffrau aus Halle, gefiel besonders, dass für das
Praktikum in New York keine fachspezifischen Englischkenntnisse erwartet wurden.
Sie hatte diese nicht und dennoch schnell und direkt Kundenkontakt am Schalter
einer Citibank-Filiale. Beratungsgespräche wurden geführt und helfen nun bei der
Arbeit in Deutschland "im Bereich Kundenfinanzbetreuung". Dave Derbis, der sein
Studium zum Informatikkaufmann in einem Jahr abgeschlossen haben möchte,
programmierte in den USA Web-Seiten nach Kundenwünschen. Er arbeitete in einen
kleinem Team, gleich zu Beginn des Praktikums wurden für ihn Arbeitsschwerpunkte
festgelegt.
Theresa Blume aus Teutschenthal bei Halle war schon als Schülerin
ein halbes Jahr in Dublin gewesen und absolvierte ihren New-York-Aufenthalt bei
einer Werbeagentur. Sie kann sich vorstellen, "später eine Zeit lang hier einen
richtigen Job zu haben und hier zu leben". Am meisten begeisterten sie die
vielen Möglichkeiten, Kultur "aufzusaugen" und andere Nationalitäten auf engstem
Raum zu erleben. Cornelia Kind empfand New York als "atemberaubend".
Unvergesslich wird ihr der Blick von einer Dachterrasse über das Lichtermeer der
Millionenstadt bleiben. Vicky Wolf war "nur unterwegs", hatte das Gefühl, "sonst
etwas zu verpassen". Alltag gab es für sie nicht.
Constanze Kuring, die eigentlich solch große Städte nicht mag, war von der
erlebten Vielfalt eingenommen. "Hochhäuser und Glasfassaden auf der einen und
die ruhig beschaulichen Ecken von Chelsea und Little Village auf der anderen
Seite." Auch sie unternahm viel, war im Metropolitan-Museum und im Guggenheim,
auf Schiffsrundfahrt und zu kostenlosen Konzerten im Central Park. Die besten
Ausgeh-Tipps bekam sie von ihren Kollegen. Für Theresa Große lief alles ab "wie
in einem Hollywood-Film". Sie liebte es, in ihrer Freizeit stundenlang durch die
Straßen zu laufen und das Feeling zu spüren. "Du musst für immer hier bleiben,
du passt hierher", wurde ihr öfter gesagt.
Ihr wollt das auch? Dann bewerbt Euch! Die Pall Mall Foundation fördert junge
Menschen in ihrer beruflichen Qualifikation sowie den deutsch-amerikanischen
Austausch durch die Vermittlung und Durchführung von Praktika und Job-Trainings
in den USA. Letzteres übernimmt die Pall Mall Initiative, eines der Programme
der Pall Mall Foundation. Die Pall Mall Initiative wurde 1990 von der British
American Tobacco, Hamburg, ins Leben gerufen.
www.pall-mall-foundation.de
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| Wort: Bastian Cramer / Bild: Tom, Renato |
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