| Jungunternehmer in Leipzig |
Die Sieger des StartUp-Wettbewerbes 2006
Erfolgsstories aus Sachsen
Wieder einmal war unsere Region Spitzenreiter im deutschlandweiten
StartUp-Wettbewerb. Mit 78 Konzepteinreichungen standen Leipzig und sein Umland
zum fünften Mal in Folge ganz vorn in Sachen Existenzgründung. Am 20. Juli
wurden die Regionalsieger prämiert, im Ringcafé hieß das Motto: "StartUp 2006 -
Erfolgsstories aus Sachsen". Wir stellen die Preisträger vor.
Sieger
und Preisträger der Sparkasse Leipzig ist das Luftsportzentrum Neuseenland
Leipzig. Unternehmer Thomas Post hat sich damit im Juni 2005 selbstständig
gemacht und bringt Interessierten das Gleitschirmfliegen bei. "Anstatt von einem
Berg starten wir am Hainer See mittels einer Schleppwinde: Man wird hochgezogen,
klinkt sich aus und kann fliegen", sagt der 43jährige. Schnupperkurse und
Tandemflüge sind bei ihm möglich, aber auch der Erwerb des Luftfahrerscheines
für Luftsportgeräteführer, der mit einer Fahrerlaubnis vergleichbar ist. Eine
Besonderheit
seiner Flugschule ist die Nutzung der Seen, "weil man über Wasser
fliegend Testflüge und Extremflugmanöver durchführen kann, was in Deutschland so
bisher nirgendwo möglich ist".
Thomas
Post lebt seit 1997 in Leipzig, er stammt aus Baden-Württemberg und hat in
München Landschaftsarchitektur studiert. In seiner Diplom-Arbeit beschäftigte er
sich mit der Freizeitnutzung der Bergbaufolgelandschaft im Südraum von Leipzig.
Das führte dazu, dass er hierher gezogen ist. Er ist tätig als
Landschaftsplaner, nebenbei immer geflogen und bereits seit geraumer Zeit
Gleitschirmfluglehrer. "Die Idee der eigenen Flugschule schlummerte schon lange
im Hinterkopf." Thomas Post hat sie wahr werden lassen!
Espenhain, Margarethenhain 7
www.klink-dich-aus.de
Ricarda Räbner (34) beeindruckte mit einer "herausragenden Meistergründung" und
erhielt für diese den Sonderpreis der Handwerkskammer zu Leipzig. Seit März 2006
ist die 34jährige Orthopädieschuhmachermeisterin selbstständig und verdient ihr
Geld mit der Herstellung von maßangefertigten Schäften für orthopädische Schuhe.
Das Handwerk hat sie erlernt und über Jahre in kleinen und größeren Unternehmen
praktiziert. Als der Wille, selbstständig zu arbeiten, stark genug war, besuchte
Ricarda Räbner die Meisterschule, erkundigte sich über Existenzgründungen, wurde
ans ugb verwiesen und erstellte ihren Gründungsplan. "Dann ging alles sehr
schnell", sagt die Handwerkerin, die vor allem für Sanitätshäuser und
Orthopädieschuhmacher tätig ist. Ihre deutschlandweit verstreute Kundschaft
akquiriert sie per Post, Telefon und Internet und überzeugt sie anschließend mit
"Maßanfertigungen zu moderaten Preisen mit verträglichen Wartezeiten". Die
Leipzigerin weiß, was gebraucht wird und was sie kann, und wird darüber hinaus
von ihrer Familie unterstützt. Zu finden ist ihre versteckte Werkstatt im
"Freizeitspaß" in Knautkleeberg.
Leipzig, Dieskaustraße 334
Den Sonderpreis der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig bekam die VIKOS GbR
zuerkannt. Viktor Becker (22) und
Konstantin Mut (24) handeln seit Dezember 2005
mit russischen Lebensmitteln. "Die Idee ist nicht neu, kam uns aber realistisch
vor", sagt Konstantin Mut. Entsprechendes gab es im Leipziger Osten noch nicht.
Jetzt schon! Das gut ausgeschilderte Ladengeschäft befindet sich in Engelsdorf
gleich hinter dem Aldi-Markt in der Hugo-Aurig-Straße. Zusätzlich ist ein
VIKOS-Transporter mit Tiefkühltruhe, Kühltheke und Regalen sechs Tage in der
Woche im Umland unterwegs, fährt unter anderem Döbeln, Grimma, Bad Düben und Bad
Lausick an. Die jungen Unternehmer sind Rußlanddeutsche aus Kasachstan und seit
1997 bzw. 1999 in Deutschland, genauer in Döbeln. Viktor Becker wohnt noch dort,
Konstantin Mut seit Juni in Leipzig. Beide haben eine Ausbildung hinter sich,
"wollten aber schon immer selbstständig sein".
Leipzig, Gaswerksweg 7
Susann Brandt durfte sich über den Sonderpreis des Handelsverbandes Sachsen
freuen. Die 24jährige Leipzigerin führt seit September 2005 das "Flax & Krümel"
in Taucha, ein Geschäft für hochwertige Baby- und Kinderbekleidung. In die
Selbstständigkeit startete sie bereits als Studentin! Mittlerweile ist Susann
Brandt diplomierte Betriebswirtschaftlerin, in der Verwaltung eines
Gastronomie-Betriebes beschäftigt und ihrerseits Chefin von zwei Angestellten -
bei "Flax und Krümel". Außerdem hat sie Mann und Tochter. Die dreijährige Hannah
passt ideal in die Zielgruppe, verkauft ihre Mutter doch Bekleidung für Null-
bis Fünfjährige. Neu im Sortiment sind die Marken Babyface, Whoopie und
Girandola, neu im Angebot ein Stubenwagenverleih.
Taucha, Markt 10
www.kindermode-leipzig.de
Gute Verbindungen:
www.ugb-leipzig.de
www.sparkasse-leipzig.de
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| Wort und Bild: Bastian Cramer |
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