| Tom Cruise |
Mission:
Impossible 3
Schon lange bevor man überhaupt an die Realisierung dieses dritten Teils der
"Unmöglichen Mission" gehen konnte, war der Film in den Schlagzeilen. Es begann
damit, dass der ursprünglich für die Realisierung vorgesehene Regisseur David
Fincher ("Fight Club") absprang. Das war 2003. Dann übertrug man die Aufgabe dem
"Narc"-Macher Joe Carnahan. Es dauerte nicht allzu lange, bis auch der wegen
"kreativer Differenzen" den Posten wieder abgab. Zuletzt nahm sich dann ein bis
dato nur im Fernsehen als Serienmacher tätiger junger Mann des Wunderwerkes an.
Jeffrey J. Abrams realisierte nun endgültig "Mission: Impossible 3".
Mission:
Impossible basiert auf der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie. Bei uns in
Deutschland hieß sie "Kobra, übernehmen Sie". Damals im Jahr 1996 nahm sich noch
Kultregisseur und Thrillerexperte Brian De Palma der Sache für die große
Leinwand an.
Im ersten Teil ging es darum, dass eine Liste mit den Code-Namen verdeckter
Top-Agenten im östlichen Europa zum Kauf angeboten wurde. Ein Team von
Spezialkundschaftern soll nun den Verräter auf frischer Tat ertappen. Schon
damals spielte Tom Cruise den Geheimagenten Ethan Hunt, der nicht nur miterlebt,
wie seine Kollegen angeblich alle umkommen, sondern auch noch feststellen muss,
dass es sich um ein perfides Doppelspiel handelt. Klar, dass er für den
Schuldigen am Tode seiner Kameraden gehalten wird, also muss er den echten
Maulwurf finden. Keine einfache, eher eine "Unmögliche Mission". Weltweit
spielte diese Story fast 460 Millionen Dollar ein, allein in Deutschland sahen
3,3 Millionen den Streifen im Kino.
Klar,
dass so viel Geld zu einem zweiten Teil verlockte. Den realisierte dann im Jahr
2000 Regisseur John Woo sogar noch actionreicher: Agent Ethan Hunt alias Cruise
musste damals mal wieder vorzeitig aus dem Urlaub zurückkommen, weil ein
Wissenschaftler einen gemeingefährlichen Virus entwendet hatte. Hunt macht sich
mit Computerexperten Luther, dem Australier Billy und einer selbstverständlich
hübschen Meisterdiebin an die wiederum unmöglich scheinende Mission und holte
den Virus zurück. Damals nannte man das Ganze dann schon "M:i-2" und machte auch
das zum Blockbuster. Die erklärte Absicht für den Anfang Mai in unsere Kinos
kommenden Teil "M:i-III" ist erneut, nicht nur die Produktionskosten
einzuspielen, sondern den Investoren zudem noch ein wenig Gewinn in die Kassen
zu spülen. Ob es sich dabei um eine "Mission: Possible" handelt, werden die
kommenden Monate zeigen.
Keine
Ahnung, ob eigentlich jemand außerhalb der USA Tom Cruise ob seiner
Lebensansichten und Beziehungen noch so richtig ernst nimmt, aber anscheinend
doch. Schließlich macht man weiterhin munter Filme mit ihm und setzt auf das
bewährte Erfolgsrezept: Man nehme den Titel, der den meisten Kinofans bestens
vertraut ist, gebe wieder Mister Scientology persönlich die Hauptrolle und
mische das Ganze vor den Kulissen so aufregender Städte wie Shanghai oder Rom,
und schon ist Teil 3 fertig. Klar, auch hier musste hart gedreht werden, wurde
viel Geld hineingesteckt und die Werbetrommel kräftig gerührt. Schließlich hat
man neben Herrn Cruise ja auch noch solche bekannten Gesichter wie Ving Rhames
und Jonathan Rhys-Meyers gestellt, und sogar Laurence Fishburne ist dabei, ja
sogar der gerade frisch gekürte Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman gibt
sich die Ehre.
Und
eigentlich wollte man ja auch in Potsdam drehen, Tom Cruise war schon auf
Motivsuche und hatte auch angeblich eine Villa ins Auge gefasst, die er für ein
halbes Jahr beziehen wollte. Die Betonung liegt auf wollte. Denn später war
davon dann nicht mehr die Rede. Babelsberg ging mal wieder leer aus. Shanghai
bekam dafür den Zuschlag, Berlin wenigstens einen kleinen Brosamen ab.
Wer sich ein wenig im Filmgeschäft auskennt, weiß, wie wichtig dabei Produzenten
sein können, wie viel Einfluss sie beispielsweise auf die Regie nehmen können.
Die dritte "Mission: Impossible" produzierten Paula Wagner und Tom Cruise. Und
Cruise macht nicht nur das und spielt die Hauptrolle, er ließ es sich angeblich
auch nicht nehmen, all die gefährlichen Stunts, die wieder enthalten sind,
selbst zu absolvieren. Dem 43jährigen wurde dabei der Rücken gestärkt von seiner
schwangeren Lebensgefährtin Katie Holmes, die sich seine Stunts angeblich immer
wieder angesehen hat. Na ja, man sagt Frauen ja manchmal ziemlich eigenartige
Schwangerschaftsgelüste nach ...
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| Wort: Carola Kinzel / Bild: UIP |
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