Prinz Pi
Rappender Wohlstandsrebell
Prinz Pi steht für den exemplarischen Gegenentwurf zum Mainstream der deutschen HipHop-Szene. Statt Wortspielgewittern, Zehnfachreimen und Stakkato-Flows präsentiert Friedrich Kautz alias Prinz Pi Geschichten mit Tiefgang, Zeitgeist und Gesellschaftskritik auf hohem Niveau. Dabei setzt der Berliner Rapper auf lyrische Sprache und selbstgemachte Musik, produziert in einem Kreuzberger Hinterhofbüro von seinem eigenen Independent-Label Keine Liebe Records. Vor einem Jahr veröffentlichte er sein elftes und bisher erfolgreichstes Studioalbum "Rebell ohne Grund". Woher der Titel kommt, erklärt Prinz Pi selbst: Er ist in einer wohlhabenden Gegend Berlins aufgewachsen und nie ernsthaft mit Autoritäten, beispielsweise der Polizei oder Lehrern, aneinandergeraten. Er sieht sich selbst als Mitglied einer aufsässigen Wohlstandsjugend und macht diesen Umstand zu seiner selbstironischem Maxime. Im musikalischen Background von Prinz Pis Top-Ten-Album agierten neben seinem Langzeit-Produzenten Biztram wieder The Royals, TiKay, Purple Maze und Whizz Vienna, mit Gastbeiträgen unter anderem von Frauenarzt, Kamp und Timi Hendrix. Zurzeit tingelt der Rapper auf seiner "Rebell ohne Grund"-Tour durch viele Städte Deutschlands, die er bisher noch nicht besucht hat, und legt dabei auch einen längst überfälligen Zwischenstopp in Dresden ein - am 27. Januar in der Scheune.

