Gastlichkeitsreihe
Monat für Monat essen und trinken wir uns durch die Lokale der Stadt und Umgebung, machen uns Notizen, ein paar Fotos und geben Euch anschließend gastronomische Ausgehtipps.
Biergarten-Special
Die Saison ist eröffnet!
Lang hat er auf sich warten lassen, jetzt ist er endlich da! Der Frühling! Das schreit nach luftigen Outfits, Radtouren und erfrischenden Kalt-getränken unter freiem Himmel.
Wirtshaus Maulwurf
Um ins Wirtshaus Maulwurf zu gelangen, müsst Ihr unter Tage, denn das gutbürgerliche Lokal liegt in den Stuben einer alten Dampfbäckerei im Souterrain. Der kleine Biergarten aber lässt Euch den Sommer mit Aussicht genießen. Ihr sitzt hier gemütlich im Halbschatten unter den lichtdurchlässigen Sonnenschirmen mit Blick in Richtung Pauluskirche und könnt alle Spezialitäten open air genießen. Bis Mitte Juni werden hier viele davon mit frischem deutschen Spargel serviert. Wir hatten zum Beispiel den Flammkuchen mit Spargel probiert und empfehlen ihn herzlich gern weiter. Die Gourmet-Flammkuchen sind eine weitere kulinarische Attraktion des Hauses. Ihr könnt aus 15 verschiedenen Variationen wählen, vom Klassiker nach Elsässer Art bis zur Variante mit Lachs und Spinat oder dem süßen Flammkuchen mit Äpfeln, Vanille und Mandeln. Sobald die Spargelzeit gegessen ist, werden die großen frischen Sommersalate mit gegrilltem Gemüse den Platz auf der Karte einnehmen. Apropos Karte: Die ist nämlich auch recht neu, lädt zum Entdecken ein und überrascht unter anderem mit neuen Fischspezialitäten. Wer lieber Fleisch isst, kommt montags, da gibt es sämtliche Schnitzelvariationen für 6,99 Euro, und der ganz große Hunger wird donnerstags gestillt, wenn die Riesenschnitzel (zehn zur Auswahl) für 8,99 Euro satt machen (außer an Feiertagen). Und noch ein Tipp zum Schluss: Für die kleinen Gäste gibt es hier auch eine Sandkiste mit Spielzeug.Martha-Brautzsch-Straße 10, www.wirtshaus-maulwurf.de
Delphi
Es gibt wohl kaum ein gastfreundlicheres Volk als die Griechen. Und wenn die dann auch Gastronomen sind, hat man wohl schon den Superlativ. Dimitrios Zourlantonis zum Beispiel. Wenn man den freundlich und ehrlich anlächelt, will er einem auch schon das Du anbieten. Und spätestens beim zweiten Besuch in seinem Restaurant bekommt man das Gefühl, als wäre man bei Freunden eingeladen. Dass man immer wieder gerne hierher kommt, liegt aber auch an der gelobten Küche und der Möglichkeit, bei schönem Wetter auf der herrlichen Terrasse zu sitzen. Entweder Ihr platziert Euch unter schattigem Wein- und Lindengrün oder aber in den sonnenverwöhnten Hof. Und dann solltet Ihr Mezé bestellen. Ihr bekommt dann viele kleine Teller mit 14 ausgewählten Vorspeisen für zwei Personen, dazu eine Flasche Ouzo und eine Flasche Wasser. Auch Salate werden hier besonders gern bestellt und weiterempfohlen. Und wenn man den Chef nach seiner Empfehlung fragt, würde er möglicherweise Fawa antworten. Das ist ein feines Linsenpüree, das wesentlich köstlicher ist, als es in Gedanken schmeckt.Barfüßerstraße 20, www.delphi-halle.de
Sportparadies
Kaum ein Biergarten ist so angenehm mit dem Rad zu erreichen wie der Biergarten Sportparadies. Angenehm vor allem deshalb, weil er direkt am Naturschutzgebiet Rabeninsel/Saaleaue liegt, welches beispielhaft für Radfahrer erschlossen wurde. Daher ist dieser Biergarten auch gern das Ziel eines ausgedehnten Fahrradausflugs ins Grüne und längst kein Gemeintipp mehr. Auch des Minigolfs wegen, angeblich der Deutschen liebstes Freizeitvergnügen. Mit der Aktion 4+1 werden Gruppen auf die Bahnen gelockt. Wenn mindestens vier Spieler voll zahlen, darf ein weiterer gratis mitspielen. Die Aktion gilt nur von Montag bis Freitag, Feiertage ausgenommen. Am 1. Juni steigt hier das Minigolf-Familiensportfest als generationenübergreifender Wettkampfspaß, bei dem tolle Preise winken. Auch die ersten Beachvolleyballer haben bereits die anliegenden Sandplätze bespielt. Wer dann aber doch nur wegen des Biergartens anreist, bekommt nun ein Grund mehr: Frische belgische Waffeln mit roter Grütze und Vanillesoße sind gerade der Renner, haben aber die Klassiker wie Brezel mit Kräuterquark und Gegrilltes von der Karte nicht vertrieben. Und während der Herr gern ein Pils oder Weizen dazu bestellt, freut sich die Madame über Erfrischungen wie Gingerino, Hugo oder Aperol Spritz.Böllberger Weg 185, www.sportparadies-halle.de
Palais S
Dieser Biergarten gehört zu den wenigen, die noch direkt an der Saale liegen. Er ist vielmehr eine Sonnenterasse mit dem Charme eines Schiffsdecks. Dennoch für etwas Gartenstimmung sorgen die mit Liebe bewirtschafteten Blumenkästen und die bewaldeten Auen des gegenüberliegenden Ufers. Gegenwärtig feilt man am letzten Schliff der mediterranen Frühlings-und-Sommer-Karte. Auch die Muscheln, die im Palais S einen besonders guten Ruf genießen, findet Ihr dann wieder darauf. Und dazu muss der Mount Fishtail, ein trockener Sauvignon Blanc aus Neuseeland, probiert werden. Auch das aufwändig bzw. langwierig zubereitete Pastrami-Sandwich solltet Ihr probieren. Das kennt man aus dem Film "Harry und Sally". Ihr wisst schon, die Szene, in der sie in einem Bistro einen Orgasmus spielt und in der die Frau am Tisch gegenüber sagt: "Ich möchte das, was sie hatte." Wenn Ihr das auch wollt, dann bestellt Pastrami. Wer weder Film noch Gericht kennt, dem sei erklärt, das Pastrami eine jüdisch-amerikanische Spezialität ist. Dabei wird gepökelte Ochsenbrust eine Woche lang in einerMarinade eingelegt, anschließend mehrere Stunden bei niedriger Temperatur gegart und in hauchfeinen Scheiben auf Brot serviert. Der Koch des Hauses empfiehlt darüber hinaus Pasta alla puttanesca - klingt und schmeckt köstlich, solange man es nicht ins Deutsche übersetzt.Ankerstraße 3c, www.palaiss.de
Trattoria Da Luca
Habt Ihr schon mal in einer kleinen italienischen Stadt in einer lauen Sommernacht an der Flanierpromenade in einer Trattoria draußen gesessen und einfach das erholsame leicht verträumte Urlaubsgefühl genossen? Das steht im Da Luca nicht auf der Karte, das gibt es hier gratis, zumindest an lauen Sommerabenden. Aber auch bei Sonnenschein ist die Sommerterrasse der Trattoria Da Luca eine Empfehlung. Zunächst einmal muss gesagt werden, dass eine Trattoria im traditionellen Sinne ein kleines italienisches Lokal, meist ein Familienbetrieb, mit einfacher lokaler Hausmannskost ist. Bezugnehmend auf die Trattoria Da Luca ist die Atmosphäre hier sehr familiär. Und dass auch die Küche gut und vor allem echt italienisch sein muss, merkt man daran, dass viele Italiener hierher zum Essen kommen. Chef Luca Visconti nennt es "den Geschmack von Urlaub in Italien" und spricht nicht nur von Pasta und original italienischer Steinofenpizza, sondern auch von Fleischspezialitäten wie Rumpsteak auf heißem Stein und der köstlichen Zubereitung von frischem Fisch an jedem Wochenende.Kleine Ulrichstraße 26, www.daluca-halle.de
Wort: Thomas leibe / Bild: T.L., Digitaldruck Halle
BLITZ! HALLE
weitere Themen in diesem Monat:
Gastrovorstellungen 2012/2013:
- Palais S
- BLITZ!-Mixbar
- Lust auf Genuss
- Burg Querfurt
- Heidebad
- Sportparadies
- Volkspark
- Naumburg, Freyburg und Weißenfels entdecken
- Osterausflug nach Naumburg
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