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Dresdner Gastlichkeit

Monat für Monat essen und trinken wir uns durch die Lokale der Stadt, machen uns Notizen, ein paar Fotos und geben Euch anschließend gastronomische Ausgehtipps.



Biergarten-Special | Teil 1

Die Saison ist eröffnet!


Lang hat er auf sich warten lassen, und kaum jemand konnte sich noch erinnern, wie er eigentlich aussah: Der Frühling! Quasi als Wiedergutmachung legt er jetzt aber zuweilen den Turbo-Gang ein und sendet Sonnenstrahlen en masse. Das schreit nach luftigen Outfits, Radtouren und erfrischenden Kaltgetränken unter freiem Himmel. Kurz: Die Biergarten-Saison ist eröffnet!


Torwirtschaft

Ob nach einem aufreibenden Dynamo-Spiel, einem sonnenträchtigen Tag im Arnoldbad oder auch einfach nur mal so: Für einen Absacker in lauschiger Biergarten-Atmosphäre braucht man nur den Fuß über die Schwelle des Großen Gartens zu setzen. Die Torwirtschaft verfügt nicht nur über ein umfangreiches Angebot an Kaltgetränken, auch Kaffee- und Kakaospezialitäten finden sich auf der Speisetafel. Den kleinen Hunger stillen kostengünstig klassische Biergartengerichte.Die Bratwurst ist für 2,50 Euro zu haben, den halben Liter frisch gezapftes Bier dazu gibt es für 2,70 Euro. Für Freunde fruchtiger Freuden stehen verschiedene Sorten Bowle zur Auswahl. Besonderes Gimmick: Die Torwirtschaft zeigt sich äußerst hundefreundlich! Für den Vierbeiner steht eine eigene "Bar" mit Wasser und Hundefutter bereit.

Lennéstraße 11, www.torwirtschaft-dresden.de



Gohliser Windmühle

Am linken Elbufer gelegen ist der Bier- und Kaffeegarten Gohliser Windmühle. Hier vermag nicht nur die wohlgeratene Blume im Bierglas das Auge zu erfreuen, sondern auch die Aussicht auf die Lößnitzer Weinberge! Und während der Blick verzückt über die Elbe schweift, freut sich ein knurrender Magen über hausgemachte Spezialitäten und altbekannte Biergartenklassiker. Im idyllischen Biergarten finden bis zu 120 Gäste Platz. Wem nach einem reichhaltigen Mahl nun noch der Sinn nach Kultur und Historie steht, der kann bei einem verdauungsfördernden Rundgang durchs Mühlenmuseum allerhand über die Geschichte der Gohliser Windmühle und das Müllerhandwerk erfahren. Mehl ist ein staubtrockenes Thema? Dann lohnt sich ein Blick in den Veranstaltungskalender: Im Juli wird zum Badetag am Mühlenstrand geladen!

Windmühlenweg 17, www.gohliser-windmuehle.de



Spitzhaus

Ohne Fleiß kein Eis - so könnte es lauten, wenn man sich vor der steil und schier endlos anmutenden Treppe wiederfindet, die zum Panoramarestaurant Spitzhaus führt. Dieses liegt hoch oben auf einem Weinberg der Lößnitz und belohnt den wackeren Fußgänger mit einem fantastischen Blick über Radebeul und Dresden. Wenn das Wetter mitspielt, kann man den Blick sogar bis in die Sächsische Schweiz schweifen lassen. Schon Gräfin Cosel und August der Starke wussten dies zu schätzen, wenngleich sie wohl nicht in den Genuss kamen, aus der umfangreichen Speisekarte des heutigen Gasthauses zu wählen und das Lieblingsgericht zusammen mit einem erlesenen Wein vom sächsischen Land auf der großzügigen Sommerterrasse zu genießen. Saisonales, leckere Kuchen und Eis gibt es natürlich ebenfalls.

Radebeul, Spitzhausstraße 36, www.spitzhaus-radebeul.de



Leubnitzer Höhe

Am Klosterteichplatz zeigt sich der Biergarten Leubnitzer Höhe in neuer Gewandung. Geblieben ist der phänomenale Ausblick auf Dresdens Stadtzentrum samt Frauenkirche, neu ist der überdachte Sommergarten. Hier kann man auch bei Regenwetter trockenen Fußes und inmitten liebevoller Bepflanzung sein goldgelbes Erfrischungsgetränk nebst Blume genießen. In diesem Monat sollte man sich vor allem den Maibock nicht entgehen lassen - der schmeckt in der zauberhaften Atmosphäre des Biergartens oder vielleicht gar unter dem satten Grün der prachtvollen Platane in dessen Zentrum gleich noch einmal so gut. Spontan aufflammendem Appetit begegnet man hier zudem mit einer Speisekarte, die auf frische regionale und saisonale Produkte setzt. So kann man sich aktuell über Spargel und Maischolle freuen.

Altleubnitz 12, www.leubnitzer-hoehe.de



Zum General von Finck

Die nach dem preußischen General August von Finck benannte urige Gaststätte steht in Leubnitz-Neuostra und lockt im Sommer mit einem schon fast verwunschen anmutenden Idyll hinter der grünen Villa. Hier steht nicht nur ein Piratenschiff im Garten, das als originelle Bühne für Live-Musik und diverse Veranstaltungen dient, sondern auch bodenständige Hausmannskost zu moderaten Preisen auf der Speisekarte. So kann man sich zum Beispiel ein deftiges Bauernfrühstück schmecken lassen - mit einem kühlen Fassbier oder einer fruchtigen Saftschorle dazu lässt es sich in dieser kleinen grünen Oase bestens aushalten. Zu früherer Stunde lohnt sich ein Blick auf die abwechslungsreiche Mittagskarte.

Wilhelm-Franke-Straße 16, www.general-finck.de



Carolaschlösschen

In geradezu malerischer Schönheit lässt es sich auf den Seeterrassen des Carolaschlösschens im Großen Garten Sonne tanken und abschalten. Still und schön ruht der See, eine Fontaine plätschert und statt Straßenlärm rauscht allenfalls das üppig grüne Blattwerk der großen Bäume. Die Zeit scheint still zu stehen und wird dem Entspannung suchenden Gast obendrein durch ein reichhaltiges Angebot an Fassbier, Cocktails und natürlich Eis versüßt. Die Speisekarte bietet sowohl regionale Küche als auch Internationales. Am Abend besticht der See zudem durch eine märchenhafte Beleuchtung, so dass ein romantischer Spaziergang im Anschluss fast schon obligatorisch erscheint. Die passende Begleitung dazu findet man unter Umständen beim Open Air "Afterwork am See" - jeden Donnerstag von 19 bis 2 Uhr.

Querallee 7, www.carolaschloesschen.de



Feldschlösschen-Stammhaus

Während sich die Arbeitsagentur auch bei Sonnenschein in der ihr eigenen Tristesse präsentiert, lässt es sich im Biergarten des benachbarten Feldschlösschen-Stammhauses deutlich gemütlicher sitzen. Statt langer Wartezeiten und schwelenden Unmuts gibt es hier pure Entspannung bei erfrischender Schorle oder einem hopfenhaltigen Kaltgetränk. Am Maßbiertag am Montag gibt es zum für 4,90 Euro pro Liter Gezapften noch eine ofenfrische Brezel dazu. Alternativ zu der beliebten bavarischen Backware kommt auch manch anderes rustikales Gericht auf den Teller, zum Beispiel knuspriges Spanferkel. Platz für weitere Leckereien schafft sicher auch ein Besuch des dreistöckigen Brauereimuseums im Stammhaus. Buchstäblich schrittweise kann man sich hier interessante Fakten rund um die Kunst des Brauens aneignen.

Budapester Straße 32, www.feldschloesschen-stammhaus.de



Sophienkeller

Nun bleibt's abends länger heller und raus geht es aus dem Keller! Auf die Sonnenterrasse in diesem Fall, nämlich die des Sophienkellers inmitten des Dresdner Altstadtbarocks. Von hier aus lassen sich herrlich die Prunkbauten unser fabelhaften Stadt bestaunen. Mit unmittelbarem Blick auf die Semperoper und den Zwinger, knisterndem Milchschaum in der Kaffeetasse und einem Stück hausgebackenen Kuchens oder einem üppigen Eisbecher vor der Nasenspitze kann man sich hier vortrefflich die Sonne auf selbige scheinen lassen. Zudem stehen eine Vielzahl von sommerlich leichten Gerichten und mehrere Biersorten vom Fass zur Auswahl. Sollte diese bei all den Verlockungen zu schwer fallen, kann man sich getrost Zeit lassen: Die Terrasse hat täglich von 11 bis 1 Uhr geöffnet und bietet bis zu 200 Gästen Platz.

Taschenberg 3, www.sophienkeller-dresden.de



Bella Italia

Auch im Sommer kann er einen überfallen: Der unbändige Appetit auf frische Pasta oder knusprige Pizza. Gut, wenn man dazu nicht den heimischen Backofen bemühen und sich so zusätzlich einheizen muss, sondern die original italienischen Klassiker open air beim Italiener genießen kann. So auch auf der lauschigen Sommerterrasse des Ristorante Bella Italia. Die Pizza kommt hier aus dem Steinofen, kann aber auch problemlos durch farbenfrohe Antipasti, sommerlich leichte Pastakreationen oder fangfrischen Fisch ersetzt werden. Spritzig dazu: Ein "Mare e sole" - Prosecco und Red Bull treffen hier auf Cranberry und Orangenscheibe. Das freundliche Serviceteam seviert Speisen und Getränke mit typisch italienischem Charme und Gastfreundschaft - das macht das Urlaubsfeeling perfekt.

Gostrizer Straße 2a, www.bellaitalia-dresden.de


Watzke Brauereiausschank am Ring

Der Biergarten des Ball- und Brauhauses Watzke in Pieschen ist zweifelsohne einer der schönsten in Dresden und immer einen Halt wert, wenn man gerade mit dem Rad unterm Hintern die Elbe entlang flaniert. Aber auch in der Altstadt kann man das Altpieschener Spezial und andere hausgebraute Biersorten an der frischen Luft genießen, denn Watzkes Brauereiausschank am Dr.-Külz-Ring verfügt über 150 Außenplätze auf der Sonnenterrasse. Zum Bier passen die typischen Brauhausgerichte, die in großer Auswahl angeboten werden, als Spezialität gelten die frischen Kreationen aus dem hauseigenen Räucherofen. Wer sich indes zwischen herber Hopfenfreude und süßem Cocktailspaß nicht entscheiden kann oder will, der sollte sich vielleicht mal durch das Angebot an Biercocktails probieren.

Dr.-Külz-Ring 9, www.watzke.de



Bräustübel am Körnerplatz

Sommer, Sonne, Schwebebahn! Geradezu märchenhaft ist die Aussicht aus der weltältesten Bergschwebebahn auf der Fahrt vom Weißen Hirsch nach Loschwitz, den malerischen Elbhang hinunter. Dort angekommen, fällt man praktisch direkt hinein in den Biergarten des Bräustübels am Körnerplatz. Und dieser ist geradezu ideal, um in diesem Idyll noch etwas zu verweilen. Bei einem halben Liter frisch Gezapftem für 3,00 Euro lassen sich die gewonnenen Eindrücke resümieren, denn auch das Bräustübel fügt sich charmant in seine pittoreske Umgebung ein. Wer dem Gerstensaft weniger zugetan ist, kann aus einer Vielzahl von Cocktails, offenen Weinen, Fruchtsäften und Kaffeespezialitäten wählen. Für den knurrenden Magen gibt es eine Auswahl von Gerichten aus Sachsen, dem Steinofen und Mediterranes.

Körnerplatz 3, www.braeustuebel.de



Elbterrasse Laubegast

Nicht nur mit dem Rad über den Elberadweg, per Bus oder per Pedes ist die Elbterrasse Laubegast zu erreichen, sondern auch auf dem Wasserweg mit der Pillnitzer Fähre. Im Biergarten angekommen, kann man dann sogleich in einen Zustand euphorischer Ausgeglichenheit verfallen, denn der Panoramablick über das Elbtal erfreut das Auge und das Speisen- und Getränkeangebot den knurrenden Magen. Der halbe Liter Radeberger, Felsenkeller oder Eibauer kostet 3,20 Euro, alternativ gibt es diverse Weine, Säfte und Spirituosen aus der Region. Kulinarisch reicht das Angebot von deftiger Hausmannskost über sächsische Spezialitäten, mediterrane Salatkreationen und Frischgefangenes aus heimischen Gewässern. Zum Abschluss stehen verschiedene Eiskreationen und Sorbets zur Auswahl.

Kleinzschachwitzer Ufer 7, www.elbterrasse-laubegast.de



Adams Gasthof

Einer der ältesten Gasthöfe Sachsens findet sich mitten in Moritzburg. Adams Gasthof ist bekannt für seine frischen Wild- und Fischgerichte aus der Region. Auf der Karte finden sich aber auch bodenständige Gerichte sächsischen Ursprungs. Diese kann man sich im Außenbereich der Gaststätte inmitten einer liebevoll gestalteten grünen Oase auf der Zunge zergehen lassen. Den Durst löschen frischgezapfte Biere von Radeberger, Ur-Krostritzer oder ein Erdinger Weizen. Zudem stehen fruchtige Säfte und Schorlen zur Auswahl. Trotz sommerlicher Temperaturen werden angesichts der malerischen Kulisse Erinnerungen ans Aschenbrödel wach, welches seinen Schuh bekanntlich auf der schneebedecktenTreppe des naheliegenden Moritzburger Schlosses verlor. Aber hier kann man die Zeit schon mal vergessen ...

Moritzburg, Markt 9, www.adamsgasthof.com



Wort: Kaddi Cutz / Bild: Tobias Kade